Das DIAKO ist ein Spezialist für die natürliche Geburt, ist aber gleichzeitig auch auf alle anderen Geburten und mögliche Komplikationen vorbereitet. Medizin und Pflege arbeiten ohnehin Hand in Hand – auch wenn ein Arzt oder eine Ärztin von der Hebamme im Sinne der natürlichen Geburt erst dann hinzugezogen wird, wenn die gesundheitliche Situation von Mutter oder Kind es erfordert. Alle Beteiligten legen den höchsten Wert darauf, ein soweit möglich natürliches und gleichzeitig sicheres Geburtserlebnis zu ermöglichen.
Kurze Wege
Im Falle eines Notfalls – beispielsweise eines Notkaiserschnitts – gibt es im DIAKO kurze Wege: Alle nötigen Fachärzte werden umgehend hinzugezogen. Das bedeutet: Im Notfall wird jede Patientin genauso behandelt, wie in einem Level1-Zentrum, nämlich durch einen Geburts-Facharzt, einen Anästhesisten, einen Kinderarzt (Neonatologie im Rufdienst umgehend da) und in der Nachbetreuung u.a. durch die Kinderkrankenschwestern auf der Wöchnerinnenstation. Der Kreißsaal wird von der Kinderkrankenschwester Claudia Engelschall geleitet. Kurze Wege sind es aber auch im eigentlichen Sinn: Der Eingriffsraum für einen Kaiserschnitt befindet sich direkt im Kreißsaalbereich.
Kinderärzte im Rufdienst
Auch die Sicherheit des Kindes hat höchste Priorität. Das DIAKO kooperiert eng mit der Kinderklinik Bremen-Nord, so dass über den bestehenden Kinderarzt-Rufdienst nicht nur umgehend Kinderärzte vor Ort sind, sondern in einem Notfall Mutter und Kind auch gemeinsam nach Bremen-Nord verlegt werden können.
Ohnehin werden alle Mitarbeitenden des Kreißsaals und der Mutter- Kind Station vier Mal im Jahr in der Neugeborenenreanimation geschult. Zusätzlich findet jährlich ein interdisziplinärer Kreißsaalführerschein aller im Kreißsaal beteiligter Fachabteilungen statt, bei dem alle Notfallsituationen im Kreißsaal geübt werden, so dass Mutter und Kind auch im Notfall immer optimal versorgt werden. Das gibt es in Bremen nur am DIAKO und wird von der Ärztekammer Bremen mit zehn Fortbildungspunkten zusätzlich honoriert.
Es gibt insgesamt drei Neugeborenen-Reanimationsplätze im KRS, Mutter-Kind Station und OP. Die Kinderärzte sind grundsätzlich zweimal am Tag im Haus und führen die Visite und die U2 bei den Neugeborenen durch.