Diagnostik und Therapie
Welche Diagnostik wird durchgeführt?
Als Vorsorgeuntersuchung kommt die Bestimmung des PSA-Wertes im Blut, die Untersuchung der Prostata vom Enddarm mit dem Finger und mittels Ultraschall zum Einsatz. Ergibt sich bei diesen Untersuchungen der Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms sollte zur weiterführenden Diagnostik eine MRT der Prostata erfolgen. Im Rahmen einer Prostatabiopsie werden dann die im MRT beschriebenen Karzinom-suspekten Herde gezielt biopsiert, zusätzlich zu der sogenannten systematischen Biopsie der Prostata. Vor der Durchführung dieser Früherkennungsuntersuchung sollte der Patient über die Vor- und Nachteile aufgeklärt werden und kritisch geprüft werden, ob es sich potentiell um ein behandlungsbedürftiges Prostatakarzinom handelt oder nicht.
Welche lokale Therapie kann erfolgen?
Für die Therapie eines relevanten, lokalisierten Prostatakarzinoms kommen grundsätzlich die operative Entfernung der Prostata, eine Strahlentherapie oder eine sogenannte „Aktive Überwachung“ in Frage. Welche Form der Therapie die geeignete ist, richtet sich nach dem Risiko-Profil des Tumors, dem Alter und den Vorerkrankungen des Patienten. Vor einer definitiven Entscheidung sind in der Regel mehrere Gespräche erforderlich. Bei der Operation wird bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen eine nerv-erhaltende Technik angewendet, um die Kontinenz und Erektionsfähigkeit zu erhalten.
Robotische Chirurgie
Neues Kapitel in der minimal-invasiven Chirurgie: Das DIAKO Krankenhaus Bremen startet in die Zukunft - mit dem neuen DaVinci-Operationsroboter erweitert das traditionsreiche Haus sein Spektrum in der minimal-invasiven Chirurgie. Ab Anfang 2026 werden hier bestimmte Eingriffe in den Bereichen Chirurgie, Urologie und Gynäkologie auch robotisch unterstützt durchgeführt – präziser, schonender und patientenorientierter als je zuvor.
„Der DaVinci ist kein Roboter im klassischen Sinne, der selbstständig arbeitet – er ist vielmehr eine hochpräzise Übersetzung der Hände des Operateurs,“ erklärt Prof. Dr. Emile Rijcken, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am DIAKO. „Die Technik ermöglicht eine bislang unerreichte Präzision und Sicht im Operationsfeld. Damit können wir auch komplexe Eingriffe minimal-invasiv durchführen – mit weniger Schmerzen, kürzeren Aufenthalten und schnelleren Erholungszeiten für unsere Patientinnen und Patienten.“
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