Arbeitsfelder der Logopädie
Die Logopädie im DIAKO Krankenhaus Bremen ist Teil der ambulanten Cochlea-Implantat-Rehabilitation im Cochlea-Implantat-Zentrum Bremen (CIB). Ziel ist es, Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, ihre Hör- und Kommunikationsfähigkeit im Alltag zu verbessern.
Logopädie bei Kopf-Hals-Tumoren ist wichtig, denn nach Operationen oder Bestrahlungen im Kopf-Hals-Bereich kann es zu Problemen beim Schlucken, Sprechen oder mit der Stimme kommen. Die logopädische Therapie hilft dabei, diese Fähigkeiten durch gezielte Übungen wieder zu stärken.
Eine wichtige Untersuchungsmethode der Logopädie in Zusammenarbeit mit der HNO-Station ist die fiberendoskopische Schluckuntersuchung (FEES). Dabei wird ein dünnes Endoskop durch die Nase eingeführt, um den Schluckvorgang im Rachen direkt beobachten und mögliche Risiken besser einschätzen zu können.
Die Logopädie im DIAKO Krankenhaus Bremen arbeitet eng mit verschiedenen Fachbereichen zusammen, unter anderem mit der Intensivstation. Auch Beratung gehört zur Arbeit, zum Beispiel für Patientinnen und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD.
Weitere Arbeitsfelder
Nach einem Schlaganfall mit Aphasie oder Dysarthrie beispielsweise erfahren die Betroffenen über die Sprachfähigkeit im Alltag und die Behandlungsmethoden auf neurophysiologischer Grundlage.
Nach operativen Entfernungen von Tumoren im Bereich des Kehlkopfes oder des Rachens kann das Schlucken oder die Stimme des Patienten beeinträchtigt sein, so dass logopädische Übungen erforderlich sind. In der Behandlung nach einer totaler Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) lernen Operierte eine Stimmgebung über Stimmventil (Provox) das unter der Operation zwischen Luft- und Speiseröhre eingesetzt wird. Außerdem wird das Sprechen mit dem Servoxgerät angeboten sowie die Anbahnung der Speiseröhrenstimme.
Bei Veränderungen der Stimme (Dysphonie) werden Übungen zur Entspannung, Atmung und Stimme angeboten. Ziel ist es, die Stimme ökonomisch und dauerhaft belastbar einzusetzen.
Kinder und Erwachsene mit einer Redeflussstörung (Stottern) werden über die Ursachen, den zyklischen Verlauf, die stabilisierenden Faktoren und die günstigen Verhaltensweisen informiert. Die Angst vor dem Stottern wird gelöst und evtl. entstandene Begleitsymptome und Vermeideverhalten abgebaut. Dem Alter entsprechend wird das Stottern identifiziert und modifiziert. Der Transfer der erlernten Sprechtechnik wird in sogenannten In-Vivo-Übungen (telefonieren, Fremde ansprechen etc.) auch außerhalb des Therapiezimmers trainiert.
Weitere Arbeitsfelder der Logopädie im DIAKO sind die Beratung von Eltern mit Kindern, die nicht oder wenig sprechen oder im Rahmen ihrer Entwicklung sprachauffällig sind. In der Diagnostik der Kinder wird deren Entwicklungsstand erfasst und gegebenenfalls eine Sprachbehandlung eingeleitet.
Ambulante Angebote
- Prävention und Beratung
- Myofunktionelle Therapie
- Behandlung von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen
- Behandlung von Sprechstörungen wie Stottern oder Poltern
- Behandlung von Lese- und Rechtschreibeschwäche
- Behandlung von Stimmstörungen (Dysphonien)
- Behandlung von Erwachsenen nach Schlaganfall mit
- Sprachstörungen (Aphasien) und/oder Gesichtslähmungen (Facialisparesen)
- Behandlung von Dysarthrophonien
- Therapie bei Stimmverlust nach operativer Kehlkopfentfernung (Laryngektomie)
- Behandlung von Schluckstörungen (Dysphagien)
- Behandlung von Sprechapraxien
Ihr direkter Ansprechpartner
Christian Stolle