Im DIAKO lernt Lotta Wulf, 17 Jahre alt, im zweiten Ausbildungsjahr, wie man Menschen pflegt, beruhigt und begleitet. Doch schon bevor sie ihre Ausbildung begann, hat sie das getan, was für sie heute Berufung ist: Leben retten. Am 26. Juni 2024 zog sie gemeinsam mit ihrem Bruder und seinen Freunden drei kleine Kinder aus dem Grambker Sportparksee – alle standen kurz vor dem Ertrinken.

Mutiges Handeln in Sekunden

Was an diesem Tag geschah, war dramatisch: Drei Geschwister trieben leblos im Wasser. Eine Bootsstreife der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) wurde auf die Situation aufmerksam, doch bis sie eingreifen konnte, handelten Jugendliche am Ufer bereits entschlossen. Vier Teenager – darunter Lotta und ihr Bruder – sprangen ins Wasser. „Mein Bruder hat sie zuerst mit seinen Freunden entdeckt, weil beim Ballspielen deren Ball zu ihnen geflogen war“, erzählt Lotta. „Er dachte, da schwimmen nur noch leblose Körper.“ Gemeinsam zogen Lotta und ihr Bruder die Kinder ans Ufer, währenddessen haben die Freunde von ihrem Bruder mit den Reanimationsmaßnahmen begonnen. Lotta und ihr Bruder haben währenddessen nach dem letzten Kind getaucht und auch das ans Ufer gebracht. Die Feuerwehr sprach später von einem Beinahe-Ertrinken.

Dank schnellem Eingreifen überlebten alle drei Kinder

Als Einsatzkräfte der Feuerwehr und der DLRG eintrafen, hatten alle drei Kinder wieder einen Herzschlag – dank des schnellen und besonnenen Handelns der Ersthelfenden. „Was mich bis heute wundert: Es waren so viele Erwachsene am See – aber geholfen haben wir Kinder“, sagt Lotta und ergänzt verärgert: „Und als plötzlich viele anfingen, zu filmen, konnte ich das gar nicht verstehen. Meine Eltern haben mir beigebracht, dass man bei so etwas niemals das Handy zückt.“

Auszeichnung für Mut und Zivilcourage


Für ihren Einsatz erhielten Lotta, ihr Bruder und die anderen jugendlichen Retterinnen und Retter den NIVEA Lebensretter-Preis der DLRG. Die Preisverleihung fand in Hamburg statt. „Wir haben drei Tage dort verbracht – das war eine riesige Überraschung“, erinnert sich Lotta. „Die Sängerin Sarah Engels hat die Laudatio gehalten, das war unglaublich schön.“

Ein Gespür für Menschen – in jeder Situation

Heute setzt Lotta ihre Ausbildung im DIAKO mit großer Begeisterung fort. Sie weiß: In der Pflege zählen dieselben Eigenschaften wie am See – Ruhe, Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft. „Wie man in Stresssituationen ruhig bleibt, habe ich von meiner Mutter gelernt“, sagt sie. „Das hilft mir heute jeden Tag im Krankenhaus.“

Lotta Wulf steht damit für das, was den Pflegeberuf im Kern ausmacht: Mut, Mitgefühl und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, wenn andere noch zögern.

 

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