Wie sieht die Gesundheitsversorgung der Zukunft im Bremer Westen aus?

Das DIAKO Krankenhaus Bremen setzt ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Gesundheitsstandorts Bremen-West: Mit einer Investition von rund 60 Millionen Euro soll ein moderner Neubau, der wichtige Bereiche der medizinischen Versorgung, Ausbildung und Zusammenarbeit unter einem Dach zusammenführt, an der Oslebshauser Heerstraße geschaffen werden. Geplant ist unter anderem die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme zu einem sektorübergreifenden Notfallzenturm, die Neustrukturierung des Ambulanten Operationszentrums sowie die Unterbringung weiterer Kooperationspartner aus niedergelassenen Bereichen und Ausbildung. 

Ziel ist es, die ambulante und stationäre Versorgung noch enger miteinander zu verzahnen und auch unter den veränderten Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen eine zuverlässige Versorgung sicherzustellen. Dabei soll der Neubau zugleich die Krisenresilienz des Standorts stärken. Denn gerade bei neuen Bauvorhaben besteht die Möglichkeit, bauliche und infrastrukturelle Voraussetzungen für besondere Krisen- und Notfallsituationen von Beginn zu berücksichtigen und entsprechend umzusetzen. 

„Wir wollen bewusst in die Zukunft unseres Standorts investieren. Mit dem von langer Hand geplanten Neubau stellen wir uns zukunftsfähig auf, schaffen die Voraussetzungen, um moderne medizinische Angebote sektorübergreifend weiterzuentwickeln, ausreichend Raum für unsere Mitarbeitenden und Partner zu schaffen und damit die Versorgung der Menschen im Bremer Westen langfristig abzusichern“, erklärt Geschäftsführer Thomas Kruse. 

Die Abrissarbeiten starteten im Mai 2025, die Fertigstellung des viergeschossigen Neubaus ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

Standortentwicklung als Antwort auf den Wandel im Gesundheitswesen

Die Gesundheitsversorgung steht aktuell vor großen Veränderungen. Die Krankenhausreform des Bundes sowie die geplante Notfallreform stellen neue Anforderungen an Krankenhäuser, insbesondere mit Blick auf Leistungsstrukturen, Spezialisierung und die stärkere Vernetzung von ambulanten und stationären Angeboten.

Das DIAKO begegnet diesen Herausforderungen mit einer zukunftsorientierten Standortentwicklung. „Wir wollen diesen Wandel aktiv gestalten und frühzeitig Strukturen schaffen, die eine hochwertige und verlässliche Versorgung ermöglichen“, betont Thomas Kruse.  So wurde bereits mit der Gründung des MVZ Mitte des vergangenen Jahres die Grundlage für eine Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung im Bremer Westen gelegt. In der Folge wurde das Ersteinschätzungsverfahren im DIAKO etabliert, welches dazu dient, Patienten in die richtige Versorgungsstufe zu lotsen. Mit Einführung des Notfallreformgesetzes sollen diese vom DIAKO geschaffenen, bewährten Strukturen, konsequent in einem integrierten Notfallzentrum (INZ) münden. 

DIAKO setzt auf politische Unterstützung und verlässliche Finanzierung

Das Krankenhaus geht davon aus, dass die Vorhaben von der Politik unterstützt werden. Die geplanten Maßnahmen erfüllen die Voraussetzungen für eine Förderung zum Beispiel über den Transformationsfonds. Entsprechende Mittel wurden bereits unter anderem für die Verlegung des Klinikums Links der Weser an den Standort Bremen-Mitte sowie für weitere Investitionsvorhaben bewilligt. Für die Realisierung der zukunftsweisenden Investitionen benötigt das DIAKO nun ein klares Bekenntnis zum Standort sowie die notwendige Planungs- und Finanzierungssicherheit durch die Gesundheitsbehörde und das Land Bremen. „Der Neubau stellt mit seinem integrierten Notfallzentrum eine sinnvolle und notwendige Erweiterung der Krankenhausinfrastruktur dar und sollte über Fördermöglichkeiten - zum Beispiel im Rahmen des bereits vor circa einem Jahr gestellten Antrags an den Transformationsfonds - unterstützt werden“, erklärt Thomas Kruse. 

„Ohne ein klares Bekenntnis der Politik und ohne eine hinreichende Finanzierungsunterstützung durch das Land Bremen, würde aufgrund der einschneidenden Veränderungen der aktuellen Reformen und Gesetzgebungen eine wichtige Investition in die Versorgungssicherheit des Bremer Westens auf unbestimmte Zeit verschoben werden – mit spürbaren Folgen für die Gesundheitsversorgung in der Region“, macht Thomas Kruse die Tragweite deutlich.

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