Im Stadtteil Bremen-Gröpelingen hat sich die hausärztliche Versorgung in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Viele Praxen sind voll, nehmen keine neuen Patienten mehr auf oder haben lange Wartezeiten, was gerade bei akuten Beschwerden zum Problem werden kann. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist es zunehmend schwieriger geworden, zeitnah eine hausärztliche Betreuung zu erhalten. Das DIAKO Krankenhaus Bremen hat deshalb Verantwortung übernommen und aktiv gehandelt, indem es seine Rolle als wichtiger Gesundheitsversorger im Bremer Westen weiter ausbaut.

MVZ sichert wohnortnahe Versorgung

Obwohl die ambulante Versorgung nicht zum originären Auftrag eines Krankenhauses gehört, hat das DIAKO Krankenhaus Bremen im ersten Schritt im Jahr 2025 ein Medizinisches Versorgungszentrum gegründet. In diesem MVZ arbeiten vier allgemeinmedizinische Ärztinnen und Ärzte, die wohnortnah für die Bevölkerung in Gröpelingen da sind und typische Leistungen der Grundversorgung anbieten – von Vorsorgeuntersuchungen über Impfungen bis zur Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen. Ziel war es, die hausärztliche Versorgung im Stadtteil stabil zu halten und Patientinnen und Patienten weiterhin eine verlässliche Anlaufstelle zu bieten.

„Wir sehen, wie groß der Bedarf im Stadtteil ist. Deshalb haben wir uns entschieden, Verantwortung zu übernehmen und die hausärztliche Versorgung aktiv zu unterstützen“, betont die Geschäftsführung des DIAKO Krankenhaus Bremen, Thomas Kruse.

Das MVZ ist eng an das Krankenhaus angebunden und bietet eine wichtige Ergänzung zur stationären Versorgung. So können Patientinnen und Patienten wohnortnah betreut werden. So entsteht ein durchgängige Versorgungsstruktur, welches die unterschiedlichen Bedürfnisse – vom leichten Infekt bis zur schweren akuten Erkrankung – besser abdecken kann.

Ersteinschätzung als nächster Entwicklungsschritt

In einem weiteren Schritt plant das DIAKO Krankenhaus Bremen nun die Etablierung eines strukturierten Ersteinschätzungsverfahrens. Dieses Angebot wird als Vorbereitung auf ein Integriertes Notfallzentrum im Rahmen der bundesweiten Notfallreform aufgebaut.

Die Ersteinschätzung soll sicherstellen, dass Patientinnen und Patienten mit ihrem Anliegen direkt an die richtige Stelle geleitet werden. Dafür werden im DIAKO dafür speziell eingesetzte Medizinische Fachangestellte die Anliegen aufnehmen, eine qualifizierte Ersteinschätzung vornehmen. Auf dieser Grundlage erfolgt die Entscheidung, ob eine Behandlung im Krankenhaus notwendig ist oder ob bei ambulanten Beschwerden eine Versorgung im angeschlossenen MVZ erfolgen kann. Somit ist die ärztliche Versorgung sowohl im MVZ, als auch in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) gegeben. Es ist geplant, auch andere niedergelassene Praxen die Teilnahme an der Versorgung zu ermöglichen.

Eigens dafür wurde die Software „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland“ (SmED) angeschafft, die als softwaregestütztes, evidenzbasiertes Verfahren zur Dringlichkeitseinschätzung von Patienten dient. Es hilft, Symptome, Vorerkrankungen und Risikofaktoren standardisiert zu bewerten, um den Behandlungsbedarf und den richtigen Versorgungsort festzulegen.

„Mit der Ersteinschätzung schaffen wir eine klare Struktur und helfen den Menschen, schneller die passende medizinische Versorgung zu erhalten“, so Kruse.

Breite politische Unterstützung

Unterstützt wird das Vorhaben ausdrücklich vom Ortsbeirat Gröpelingen sowie von der SPD-Fraktion. Beide setzen sich für die Sicherung der Versorgung und Weiterentwicklung der Notfallstrukturen im Bremer Westen ein.

Die geplante Ersteinschätzung mit der dafür eigens angeschafften und etablierten Software SmED versteht sich als zukunftsorientierter Baustein einer modernen, sektorübergreifenden Notfallversorgung.  Damit werden die entscheidenden Voraussetzungen für die Etablierung eines Integrierten Notfallzentrums (INZ) am DIAKO Krankenhaus Bremen geschaffen.

In der Zentralen Notaufnahme des DIAKO werden Notfälle aller Art behandelt. Patienten und Patientinnen, die keine Notfälle sind, gehen zum MVZ am DIAKO.
v.l.n.r.: Dr. Martin Lewandowski, ärztlicher Leiter der ZNA, Rehad Kameric, Mitarbeiter der Ersteinschätzung, Dr. Wolfgang Paul, ärztlicher Leiter MVZ am DIAKO, und Thomas Kruse, DIAKO-Geschäftsführer.

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