DIAKO Krankenhaus Bremen und Uniklinik Oldenburg: Gemeinsam für Krebsmedizin
Bremen/Oldenburg. Das DIAKO Bremen behandelt das gesamte Spektrum der Hämatologie und internistischen Onkologie: Erkrankungen des Blutes und des lymphatischen Systems ebenso wie solide Tumoren. Die Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie am Klinikum Oldenburg bindet universitätsmedizinische Expertise enger in diese Versorgung ein. Erster gemeinsamer Behandlungspfad ist die allogene Stammzelltransplantation. Dabei werden gespendete Blutstammzellen eines passenden Spenders übertragen.
Für einen Teil der Menschen mit Leukämie wird eine Transplantation gespendeter Blutstammzellen notwendig. Für Patientinnen und Patienten des DIAKO bedeutete dies bislang häufig einen mehrwöchigen Aufenthalt in einem entfernten Transplantationszentrum, etwa in Kiel. Gerade in dieser kritischen Phase fehlt die Nähe zu Angehörigen und das vertraute soziale Umfeld.
Das gemeinsame Modell soll diesen Behandlungsweg verändern: Die Vorbereitung erfolgt, soweit medizinisch möglich, am DIAKO Bremen. Die Transplantation selbst findet am spezialisierten Standort in Oldenburg statt. Bei geeignetem Verlauf können Patientinnen und Patienten frühzeitig zur weiteren Behandlung nach Bremen zurückkehren – auch wenn sie noch stationäre Betreuung benötigen. So kann ein großer Teil der oft langen Behandlung nach der Transplantation wohnortnah am DIAKO stattfinden. „Wir holen universitäre Medizin ans DIAKO. Die eigentliche Transplantation bleibt in Oldenburg. Aber geeignete Patientinnen und Patienten sollen die Wochen danach wieder näher bei den Menschen verbringen können, die sie begleiten“, sagt Dr. Michael Heinsch, Chefarzt der Hämatologie und Internistischen Onkologie am DIAKO Bremen.
Über eine frühe Rückübernahme entscheiden die Behandlungsteams für jeden Menschen einzeln. Dazu gehören gemeinsam festgelegte Kriterien für die Verlegung, eine vollständige ärztliche Übergabe und klare Wege für die erneute Behandlung in Oldenburg, falls Komplikationen auftreten. Nach Kenntnis des DIAKO ist ein solcher planmäßig früher stationärer Übergang nach allogener Stammzelltransplantation in Norddeutschland bisher nicht etabliert.
Die allogene Stammzelltransplantation ist der Auftakt einer breit angelegten Zusammenarbeit. Die Partner wollen weitere gemeinsame Behandlungspfade entwickeln und prüfen unter anderem die Einbindung weiterer zellulärer Therapien und universitärer Tumorkonferenzen. Grundlage dafür ist die bestehende Hämatologie und Onkologie am DIAKO mit ihrer stationären Leukämiebehandlung und der autologen Stammzelltransplantation, bei der zuvor entnommene eigene Blutstammzellen zurück übertragen werden. Ihre dauerhafte Sicherung ist entscheidend, damit die Versorgung in Bremen verlässlich wachsen kann.
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