Kompetente Hilfe

Stomatherapie

Sigrid Kreiselt Mo-Mi-Fr im Haus (1160)

Sprechstunden: Wie bekomme ich einen Termin?

Mehrfach erreichte uns nun die Nachfrage, wie man denn an einen Termin für eine Sprechstunde mit den Chefärzten vereinbaren kann. 

Hierfür gibt es, abhängig von ihrem Krankheitsbild, verschiedene Möglichkeiten, die wir Ihnen im Folgenden darstellen möchten. 

 

Bauchzentrumssprechstunde

Prof. Katschinski & Dr. Moser: Hier findet eine grundsätzliche Besprechung von Krankheitsbildern, Planung der weiteren Diagnostik und Therapie statt. Es handelt sich also nicht um eine Notfall-Sprechstunde, sodass auch eher keine ganz kurzfristigen Termine zustande kommen können. Für einen Termin benötigen Sie eine Überweisung ihres Hausarztes.

Findet immer mittwochs von 10.00 bis 14.00 Uhr statt. Ort: 1B.

Einen Termin vereinbaren Sie am besten telefonisch unter der 6102-2592.

 

Aufklärungssprechstunde für ambulante Endoskopien

Dr. Moser: Haben sie vom Hausarzt eine Überweisung für eine ambulante Endoskopie erhalten, können Sie hier täglich nach Vereinbarung Termine erhalten. Auch hier sind eher keine ganz kurzfristigen Termine möglich. 

Termine täglich nach Vereinbarung. Ort: 1B. 

Einen Termin vereinbaren Sie am besten telefonisch unter der 6102-2592.

 

Stationäre Aufklärungssprechstunde

Prof. Katschinski, Dr.Moser: Sprechstunde zur Planung eines stationären Aufenthaltes. Entsprechend ist eine Einweisung des Hausarztes notwendig. 

Termine finden in der Regel montags, dienstags, donnerstags und freitags ab 12 Uhr statt. Hier erhalten Sie auch kurzfristig einen Termin. Ort: 3C. 

Anmeldung über Tel. 6102-1401.

 

Privatambulanz

Prof. Katschinski & Dr. Moser: Wenn Sie keine Überweisung und auch keine Einweisung erhalten haben können Sie sich im Rahmen der Privatsprechstunde von unseren Chefärzten beraten lassen. Für GKV-Patienten fallen hierbei jedoch Kosten an. 

Termine erhalten Sie kurzfristig nach Vereinbarung. Anmeldung über Tel. 6102-1401.

 

 

Für allgemeine Fragen zu einem Krankheitsbild, diagnostischen Möglichkeiten oder ähnliches können Sie zusätzlich kostenlos unser Kontaktformular verwenden. 

 

 

Wer bloggt denn da?

Mein Name ist Johannes Sieve und ich bin examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger und Bachelor of Science in Pflege. Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich in Damme, Quakenbrück und Kuopio (Finnland) gearbeitet und in Osnabrück studiert. Seit dem Ende meines dualen Studiums (10/2016) bin ich im Diako tätig. Hier arbeite ich auf der Station für Innere Medizin.

Zu meiner täglichen Arbeit gehört die Versorgung von Menschen mit verschiedenen Problemstellungen. Dabei liegen die Schwerpunkte der Station auf Bauch, Herz und Nierenproblemen.

Die Menschen kommen in der Regel mit verschiedenen Vorerkrankungen und damit einhergehenden Selbstpflegedefiziten. Dadurch wird jeder Fall einzigartig. 

Zusätzlich kümmere ich mich darum, dass die „Patienteninformation Bauch“-Online regelmäßig mit neuen Inhalten gefüllt wird. Dabei geht es dann um Informationen über Personen, Abläufe und Krankheitsbilder.

Sollten Sie Fragen haben, werde ich diese entweder selbst versuchen zu beantworten, oder sie an eine geeignete Stelle weiterleiten.

Dazu können Sie mir entweder eine Mail schreiben (J.Sieve@diako-bremen.de) oder einfach das Kontaktformular nutzen.

Am 24.05.2018 findet um 18:00 Uhr in den Bremer Gesundheitsimpulsen eine Vortragsveranstaltung zur Bauchspeicheldrüse statt.

Referenten sind die Chefärzte der Medizinischen Klinik I, Prof. Dr. Katschinski und Dr. Moser. Im Verlauf des Abends haben Sie die Möglichkeit, sich über Krankheiten des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) zu informieren. Themenschwerpunkte sind hierbei die akute und chronische Pankreatitis, sowie Tumore.

Damit Sie am Abend bereits "mitreden" können, haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Die Bauchspeicheldrüse erfüllt im wesentlichen Stoffwechselfunktionen. Auf der einen Seite entsteht in der Bauchspeicheldrüse der Bauchspeichel, ein Saft, der Enzyme wie Eiweiße, Stärke und Fette enthält. Diese Enzyme spalten die Nahrung in kleine Bausteine wie Aminosäuren, Kohlenhydrate und Fettsäuren auf und bereiten sie so für die Aufnahme über die Darmzelle vor. Der Bauchspeichel wird in der gesamten Drüse gebildet. Er wird über ein fein verzweigtes Gangsystem gesammelt und über den Hauptausführungsgang dem Hauptgallengang zugeführt und in den Zwölffingerdarm ausgeleitet. Die andere Aufgabe der Bauchspeicheldrüse besteht in der Bildung des Insulins. Das Insulin fließt nicht über den Bauchspeichel in den Zwölffingerdarm, sondern wird direkt in das Blut abgegeben

Drei Krankheitsbilder der Bauchspeicheldrüse bilden die Hauptaufgabenfelder der Therapie im BBZ: die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (akute Pankreatitis), die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (chronische Pankreatitis) und der Bauchspeicheldrüsenkrebs  

Akute Pankreatitis

Die akute Pankreatitis tritt oft mit schlagartigen Schmerzen im Oberbauch, die in den Rücken ausstrahlen auf. Zusätzlich kommt es zu Erbrechen, Gelbsucht (Ikterus) und Darmträgheit. Ursächlich für eine akute Pankreatitis können in vielen Fällen Gallensteine sein, die den gemeinsamen Ausführungsgang von Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüse verstopfen. Da der Bauchspeichel nicht abfließen kann, staut dieser sich auf und beginnt, das Gewebe des Pankreas zu zersetzen. Insgesamt gilt dieses Krankheitsbild der akuten Pankreatitis heute noch als gefahrenreiches und schweres Krankheitsbild.

Chronische Pankreatitis

Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung beginnt nicht selten akut und hat einen häufig immer wieder aufflammenden Verlauf. Auch hier kommt es zu Selbstverdauungsprozessen wie bei der akuten Pankreatitis. Diese Selbstverdauungsschübe führen zur Zerstörung der Bauchspeicheldrüse, da das Gewebe betroffene Gewebe narbig verheilt. Das Narbengewebe kann durch Verengung der Gefäßgänge zu Schmerzschüben führen. Gleichzeitig wird durch den Verlust von funktionierendem Bauchspeicheldrüsengewebe weniger Bauchspeichel und Insulin produziert. So kann eine Zuckerkrankheit entstehen und Patienten von der Gabe verdauungsfördernder Medikamente abhängig sein. Ziel der Therapie ist es, so das noch funktionsfähige Organ so weit wie möglich zu erhalten.

Tumore

Bauchspeicheldrüsentumore: Die häufigste Tumorform der Bauchspeicheldrüse ist die bösartige Geschwulstbildung im rechtsseitig gelegenen Pankreaskopf. Es treten jedoch auch Tumore im Bereich des linksseitig gelegenen Pankreasschwanzes auf. Dagegen eher selten in der Mitte der Bauchspeicheldrüse. Aufgrund der versteckten anatomischen Lage fällt diese Erkrankung in den meisten Fällen durch Gelbsucht auf und zeigt nur selten vorher eindeutige Zeichen. Durch moderne Diagnostik mit Sonographie, CT und MRT lassen sich Tumore heute jedoch besser in frühem Stadium finden und so die Behandlungsergebnisse verbessern.

 

 

Pflegeberatung eingeführt

„Gute Beratung ist die Grundlage guter Pflege.“ sagt Melina Cakit, Pflegefachkraft der chirurgischen Station 2B. Seit Januar dieses Jahres berät sie daher Menschen, die aufgrund einer anstehenden Operation  viele Fragen mitbringen. Damit reagiert das Bremer Bauchzentrum auf den umfassenden Unterstützungsbedarf, der sich aus den Herausforderungen ergibt, die Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes mit sich bringen.

Inhalte

Inhalte der Beratung sind alle Fragen, die sich rund um die Pflege auftun. Hierzu zählen neben der Körperpflege oder Mobilisation auch die Medikamenteneinnahme oder die Ernährung. „Viele Betroffene und deren Angehörige wissen gar nichts von ihrem Recht auf Hilfsmittel, welche die Selbstständigkeit erhöhen.“ 

Durch den großen medizinischen Fortschritt, welcher der Behandlung zu Gute kommt, werden auch die Therapien immer Komplexer.  Um den Behandlungsprozess selbst aktiv mitgestalten zu können

Mein Name ist Carsten Moser. Ich bin gebürtiger Hamburger und in meiner Heimatstadt aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach Abitur und Zivildienst absolvierte ich das Studium der Humanmedizin ebenfalls in dieser Hansestadt und promovierte im Universitätskrankenhaus Eppendorf. Während meiner Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie  habe ich in Krankenhäusern in Hamburg, Bad Bevensen und Lüneburg gearbeitet. Anschließend wurde ich Oberarzt und später leitender Oberarzt in der Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie des Klinikums Lüneburg. In dieser Zeit war ich auch als Notarzt im Rettungsdienst (Zusatzbezeichnung Notfallmedizin) im Einsatz und mehrere Jahre u.a. verantwortlich für die internistische Intensivstation (Zusatzbezeichnung Internistische Intensivmedizin), das Endoskopiezentrum Lüneburg und die gastroenterologische Funktionsdiagnostik. Videokapselendoskopie gehört bereits seit 2006 zu den Schwerpunkten meiner klinischen Tätigkeit. So bin ich auch Kursleiter von nationalen und internationalen Workshops für Videokapselendoskopie des Dünndarms u.a. am UKE in Hamburg und Heppenheim.

Seit Mai 2017 verstärke ich das Team der Chefärzte im DIAKO und leite gemeinsam mit Prof. Katschinski die Medizinische Klinik I im sog. Kollegialsystem. Mein Arbeitsschwerpunkt ist neben der Betreuung der Patienten auf unseren Normalstationen und der Intensivstationen auch im DIAKO die interventionelle Endoskopie mit Eingriffen verschiedener Art einschließlich der Videokapselendoskopie und Sonographie.

Neben meinem Kollegen Prof. Dr. Katschinski stelle ich mich in diesem Blog sehr gerne Ihren persönlichen Gesundheitsfragen rund um den Bauch.

Die Darmspiegelung gehört für die meisten wohl zu den weniger beliebten Untersuchungen, dennoch ist sie zur Diagnostik bei bestimmten Krankheitsbildern notwendig. 

Uns ist bewusst, dass es sich um eine wenig angenehme Untersuchung handelt und möchten Ihnen die Darmspiegelung mit den folgenden Tipps etwas erleichtern. 

1. Vor der Vorbereitung

Am Tag Vor der Untersuchung nehmen Sie ein leichtes Frühstück zu sich, das wenig Ballaststoffe enthält. Empfehlenswert ist zum Beispiel Joghurt. Das Mittagessen besteht bei einer Vorbereitung im Diako aus einer Gemüsebrühe und sollte bei einer Vorbereitung Zuhause auch nur aus einer klaren Suppe oder Gemüsebrühe bestehen. Daneben kann frei getrunken werden.

2. Das Abführen

Wenn Sie einen regelmäßigen täglichen Stuhlgang haben, werden am Vortag um 16:00 Uhr und am frühen Morgen des Untersuchungstages je ein Liter des Abführmittels Moviprep® verabreicht. Bei chronischen Verstopfungen beginnt die Vorbereitung bereits um 12:00 Uhr des Vortages mit dem Abführmittel Fleet®. Das Mittel wird in einem Glas Wasser verabreicht, sodass das Trinken etwas leichter fällt, doch das Nachtrinken ist für die wirksame Darmreinigung besonders wichtig. 

Teilen Sie ihrem behandelnden Arzt eventuelle Besonderheiten unbedingt im Vorgespräch mit und halten Sie dazu auch einen Medikationsplan bereit. Alle eingesetzten Mittel gehen mit der Regel einher, dass viel getrunken werden muss, um den Darm effektiv zu reinigen. Wer dabei nicht nur Wasser trinken möchte kann auf Kräutertees oder klare Brühe zurückgreifen.

Der Geschmack der Abführmittel ist leider kein Genuss. In der Praxis bewährte Tricks sind Zitronen- oder Orangenraspeln die man im Mund lutscht und die Flüssigkeit gekühlt einzunehmen. 

Ein weiteres Problem entsteht durch die Häufigkeit des Stuhlgangs, der die Haut in der Analregion reizen kann. Pflegen Sie sie am besten mit fetthaltigen und nicht parfümierten Cremes und greifen Sie auf feuchtes Toilettenpapier zurück. Beides stellen wir Ihnen bei einem Aufenthalt zur Verfügung. 

 3. Hunger

Es versteht sich, dass Sie im Rahmen der Vorbereitung nichts festes zu sich nehmen dürfen. Ein Hungergefühl tritt allerdings kaum ein. Durch die großen Mengen an Abführmittel, Wasser und Tee die getrunken werden ist der Magen stehts gefüllt. Ein Kaugummi kann bei Bedarf hilfreich sein, spätestens vier Stunden vor der Untersuchung sollte darauf allerdings verzichtet werden. 

4. Tag der Untersuchung

Am Tag der Untersuchung klären Sie mit der zuständigen Pflegekraft ab, welche Medikamente noch eingenommen werden sollen. Für die Untersuchung können Teile ihrer normalen Medikation pausiert sein. Außerdem erhalten Sie von uns zur Untersuchung ein Flügelhemd und Einmalunterwäsche. Die Untersuchungen sind zwar zeitlich terminiert, leider kann es hierbei durch Notfälle zu zeitlichen Veränderungen kommen, sodass man Ihnen meist keine exakte Uhrzeit mitteilen kann. 

5. Nach der Untersuchung

Die Untersuchung findet unter einer Art Narkose statt, sodass Sie von der Untersuchung selbst nichts merken. Sie sollten es im Anschluss ruhig angehen lassen und sich ausruhen. Sobald Sie wieder vollständig erwacht sind, dürfen Sie in der Regel auch wieder essen. Da der Darm nun komplett entleert war, kann es einige Tage dauern, bis sich die Verdauung wieder normalisiert. 

 

Sie haben weitere Fragen zu dieser oder anderen Untersuchungen und wie sie im Diako angeboten werden? Her damit