Kompetente Hilfe

Offene Pflegeberatung eingeführt

 

„Gute Beratung ist die Grundlage guter Pflege.“ sagt Melina Cakit, Pflegefachkraft der chirurgischen Station 2B. Seit Januar dieses Jahres berät sie daher Menschen, die aufgrund einer anstehenden Operation  viele Fragen mitbringen. Damit reagiert das Bremer Bauchzentrum auf den umfassenden Unterstützungsbedarf, der sich aus den Herausforderungen ergibt, die Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes mit sich bringen.

Inhalte

Inhalte der Beratung sind alle Fragen, die sich rund um die Pflege auftun. Hierzu zählen neben der Körperpflege oder Mobilisation auch die Medikamenteneinnahme oder die Ernährung. „Viele Betroffene und deren Angehörige wissen gar nichts von ihrem Recht auf Hilfsmittel, welche die Selbstständigkeit erhöhen.“ 

Durch den großen medizinischen Fortschritt, welcher der Behandlung zu Gute kommt, werden auch die Therapien immer Komplexer.  Um den Behandlungsprozess selbst aktiv mitgestalten zu können, wird hier auch zum richtigen Umgang mit Wunde, Stoma und technischen Hilfsmitteln beraten.

Zusätzlich lassen sich innerhalb der Sprechstunde Kontakte zu verschiedenen Selbsthilfegruppen anbahnen, indem an die entsprechenden Ansprechpartner vermittelt wird.

Ort & Zeit

Jeden Dienstag von 14:30 bis 16:00 können sich Menschen mit Fragen zum Leben mit einer Darmerkrankung im Büroraum der Station 2B an Frau Cakit wenden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Vorgestellt: Chefarzt Dr. Carsten Moser

Mein Name ist Carsten Moser. Ich bin gebürtiger Hamburger und in meiner Heimatstadt aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach Abitur und Zivildienst absolvierte ich das Studium der Humanmedizin ebenfalls in dieser Hansestadt und promovierte im Universitätskrankenhaus Eppendorf. Während meiner Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie  habe ich in Krankenhäusern in Hamburg, Bad Bevensen und Lüneburg gearbeitet. Anschließend wurde ich Oberarzt und später leitender Oberarzt in der Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie des Klinikums Lüneburg. In dieser Zeit war ich auch als Notarzt im Rettungsdienst (Zusatzbezeichnung Notfallmedizin) im Einsatz und mehrere Jahre u.a. verantwortlich für die internistische Intensivstation (Zusatzbezeichnung Internistische Intensivmedizin), das Endoskopiezentrum Lüneburg und die gastroenterologische Funktionsdiagnostik. Videokapselendoskopie gehört bereits seit 2006 zu den Schwerpunkten meiner klinischen Tätigkeit. So bin ich auch Kursleiter von nationalen und internationalen Workshops für Videokapselendoskopie des Dünndarms u.a. am UKE in Hamburg und Heppenheim.

Seit Mai 2017 verstärke ich das Team der Chefärzte im DIAKO und leite gemeinsam mit Prof. Katschinski die Medizinische Klinik I im sog. Kollegialsystem. Mein Arbeitsschwerpunkt ist neben der Betreuung der Patienten auf unseren Normalstationen und der Intensivstationen auch im DIAKO die interventionelle Endoskopie mit Eingriffen verschiedener Art einschließlich der Videokapselendoskopie und Sonographie.

Neben meinem Kollegen Prof. Dr. Katschinski stelle ich mich in diesem Blog sehr gerne Ihren persönlichen Gesundheitsfragen rund um den Bauch.

Darmspiegelung: Vorbereitung ist alles

Die Darmspiegelung gehört für die meisten wohl zu den weniger beliebten Untersuchungen, dennoch ist sie zur Diagnostik bei bestimmten Krankheitsbildern notwendig. 

Uns ist bewusst, dass es sich um eine wenig angenehme Untersuchung handelt und möchten Ihnen die Darmspiegelung mit den folgenden Tipps etwas erleichtern. 

1. Vor der Vorbereitung

Am Tag Vor der Untersuchung nehmen Sie ein leichtes Frühstück zu sich, das wenig Ballaststoffe enthält. Empfehlenswert ist zum Beispiel Joghurt. Das Mittagessen besteht bei einer Vorbereitung im Diako aus einer Gemüsebrühe und sollte bei einer Vorbereitung Zuhause auch nur aus einer klaren Suppe oder Gemüsebrühe bestehen. Daneben kann frei getrunken werden.

2. Das Abführen

Wenn Sie einen regelmäßigen täglichen Stuhlgang haben, werden am Vortag um 16:00 Uhr und am frühen Morgen des Untersuchungstages je ein Liter des Abführmittels Moviprep® verabreicht. Bei chronischen Verstopfungen beginnt die Vorbereitung bereits um 12:00 Uhr des Vortages mit dem Abführmittel Fleet®. Das Mittel wird in einem Glas Wasser verabreicht, sodass das Trinken etwas leichter fällt, doch das Nachtrinken ist für die wirksame Darmreinigung besonders wichtig. 

Teilen Sie ihrem behandelnden Arzt eventuelle Besonderheiten unbedingt im Vorgespräch mit und halten Sie dazu auch einen Medikationsplan bereit. Alle eingesetzten Mittel gehen mit der Regel einher, dass viel getrunken werden muss, um den Darm effektiv zu reinigen. Wer dabei nicht nur Wasser trinken möchte kann auf Kräutertees oder klare Brühe zurückgreifen.

Der Geschmack der Abführmittel ist leider kein Genuss. In der Praxis bewährte Tricks sind Zitronen- oder Orangenraspeln die man im Mund lutscht und die Flüssigkeit gekühlt einzunehmen. 

Ein weiteres Problem entsteht durch die Häufigkeit des Stuhlgangs, der die Haut in der Analregion reizen kann. Pflegen Sie sie am besten mit fetthaltigen und nicht parfümierten Cremes und greifen Sie auf feuchtes Toilettenpapier zurück. Beides stellen wir Ihnen bei einem Aufenthalt zur Verfügung. 

 3. Hunger

Es versteht sich, dass Sie im Rahmen der Vorbereitung nichts festes zu sich nehmen dürfen. Ein Hungergefühl tritt allerdings kaum ein. Durch die großen Mengen an Abführmittel, Wasser und Tee die getrunken werden ist der Magen stehts gefüllt. Ein Kaugummi kann bei Bedarf hilfreich sein, spätestens vier Stunden vor der Untersuchung sollte darauf allerdings verzichtet werden. 

4. Tag der Untersuchung

Am Tag der Untersuchung klären Sie mit der zuständigen Pflegekraft ab, welche Medikamente noch eingenommen werden sollen. Für die Untersuchung können Teile ihrer normalen Medikation pausiert sein. Außerdem erhalten Sie von uns zur Untersuchung ein Flügelhemd und Einmalunterwäsche. Die Untersuchungen sind zwar zeitlich terminiert, leider kann es hierbei durch Notfälle zu zeitlichen Veränderungen kommen, sodass man Ihnen meist keine exakte Uhrzeit mitteilen kann. 

5. Nach der Untersuchung

Die Untersuchung findet unter einer Art Narkose statt, sodass Sie von der Untersuchung selbst nichts merken. Sie sollten es im Anschluss ruhig angehen lassen und sich ausruhen. Sobald Sie wieder vollständig erwacht sind, dürfen Sie in der Regel auch wieder essen. Da der Darm nun komplett entleert war, kann es einige Tage dauern, bis sich die Verdauung wieder normalisiert. 

 

Sie haben weitere Fragen zu dieser oder anderen Untersuchungen und wie sie im Diako angeboten werden? Her damit

Vorgestellt: Prof. Dr. Martin Katschinski

Ich bin in Nordhessen aufgewachsen und studierte nach meinem Abitur in Eschwege Humanmedizin in Marburg. Ein weiterer Studienort war Göttingen, wo ich auch mein Staatsexamen und die Approbation als Arzt absolvierte. Nach meinem Zivildienst als Arzt kam ich für ein Ausbildungsstipendium mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie an die Universität Erlangen. Seit 1991 bin ich Facharzt für Innere Medizin und sehe in diesem Bereich meinen medizinischen Schwerpunkt. Als anerkannter Gastroenterologe wurde ich 1997 zum Hochschuldozenten ernannt. Als außerplanmäßiger Professor arbeitete ich an der Phillips-Universität Marburg als Leitender Oberarzt der Klinik Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie und Endokrinologie.

Seit 2002 bin ich im DIAKO tätig. Als einer der beiden Chefärzte der "Medizinischen Klinik I" bin ich Ihr Ansprechpartner im Bezug auf internistische, gastroenterologische und hepatologische Themenkomplexe.

Gemeinsam mit meinem Kollegen Herrn Dr. Moser stehe ich Ihnen an dieser Stelle für alle Fragen "rund um den Bauch" zur Verfügung. Sie haben über das Kontaktformular die Möglichkeit kostenlos und unverbindlich Ihre persönliche Gesundheitsfrage von uns beantworten zu lassen. 

PiB - Startschuss

Die Patienteninformation Baucherkrankungen (PiB) öffnet ihre digitalen Pforten. Patientinnen und Patienten  sowie Angehörige haben ab sofort Online die Möglichkeit, Informationen zu recherchieren und sich mit ihren individuellen Fragen ans DIAKO zu wenden.

"Nachdem ich beim Hausarzt meine Diagnose bekam, war ich völlig neben der Spur. Dabei hatte ich doch nur ein wenig Bauchweh. Wie geht es denn jetzt weiter?"

Uns ist bewusst, dass die Diagnose einer Krankheit eine unmittelbare Veränderung in Ihrem Alltag darstellt. Das gilt nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern genauso für das private Umfeld, insbesondere die Familie. Wir möchten mit Ihnen den Blick in die Zukunft richten: wie geht es jetzt weiter?

Die beschriebene Ausnahmesituation führt zu einem besonderen Informationsbedarf, den wir durch unser Angebot zu decken versuchen. Hierzu setzen wir an verschiedenen Stellen an, die sie unkompliziert und kostenlos nutzen können. Das Angebot ist hierbei auf die Erkrankungen des Bauches ausgerichtet.

Um die Frage "wie geht es weiter?" zu beantworten, benötigen Sie Wissen zu Ihrer Krankheit, der Therapie und dem Umgang im Alltag. Dieses Wissen möchten wir Ihnen als PiB in Zukunft vermitteln.

Unsere Aufgaben sind daher:

Information

  • Zu den zehn häufigsten Krankheitsbildern im Bremer Bauchzentrum.
  • Krankheitsbezogene Broschüren verschaffen Ihnen einen Überblick zu ihren Anliegen.
  • Informieren Sie sich über den Blog zu allen aktuellen Themen des Bremer Bauchzentrums.

Beratung

  • Stellen Sie in der offenen Pflegeberatung ihre Fragen zum Thema Darmerkrankungen (ab Januar 2018).

Vermittlung

  • Sie haben Fragen und wissen nicht an wen Sie sich wenden können? Nutzen Sie unser Kontaktformular.

Das Angebot der Patienteninformationen befindet sich derzeit im Aufbau und wird fortlaufend erweitert.

An dieser Stelle bloggt für Sie in Zukunft Pflegefachkraft Johannes Sieve über die aktuellen Entwicklungen rund um das Bremer BauchZentrum.