Zentrale Dienste

Labor mit modernster Ausstattung

Modernste Ausstattung, vernetzte EDV und schnelle Befunde: Das Zentrallabor des DIAKO arbeitet seit Anfang Oktober 2014 im Erdgeschoss des aktuellen Erweiterungsgebäudes auf rund 400 Quadratmetern. Die Dienstleistungen sind ausgesprochen umfangreich, denn das Labor ist an mehr als 60 Prozent der ärztlichen Diagnosen beteiligt.  

Das Labor verfügt über modernste Einrichtungen in den Bereichen Hämatologie, Klinische Chemie, Gerinnungsanalysen, und Blutgruppenserologie. 

Alle Dienstleistungen rund um die Analyse von Blut-, Urin-, und Stuhlproben gehören zum Standardangebot der Mitarbeiterinnen des Labors. Das Zentrallabor ist 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche besetzt. Die so gewonnenen schnellen Befunde kommen den Patientinnen und Patienten des DIAKO zugute.

Alle Anforderungen an das Labor werden über Anforderungsbelege in der EDV gemacht. Die barcodierten Proben werden tagsüber  vom Hol- und Bringedienst  an vier Terminen ins Labor gebracht. Außerhalb dieser Zeiten transportiert das Pflegepersonal vor allem eilige Blutproben selbst ins Labor. Die ZNA, die Intensivstation und die OP-Säle sind an einen Probenfahrstuhl angeschlossen, der den Mitarbeitern dieser Bereiche den Weg ins Labor erspart. 

Zur Bearbeitung der Proben aus der ZNA hat das Labor eine Zeitvorgabe von maximal 60 Minuten, um den Patienten der ZNA lange Wartezeiten zu ersparen und eine schnelle Diagnose  zu ermöglichen. Die Validierung der Werte sowie die Freigabe der Befunde erfolgt im Labor-EDV- System, dort werden die Daten dann in das Laborinformationssystem geschickt.

Das Zentrallabor bietet ein breitgefächertes Untersuchungsspektrum an, dazu gehören alle Routineparameter in der klinischen Chemie, Hämatologie und Gerinnungsdiagnostik.

Darüber hinaus  werden  Tumormarker, Schilddrüsendiagnostik, die gängigen  Vitaminparameter, Medikamentenspiegel und die Hepatitisserologie  standardmäßig analysiert. Für spezielle Fragestellungen bestimmen die Mitarbeiterinnen des Labors auch die freien Leichtketten Kappa und Lambda im Serum und Urin.

Neben der normalen elektrophoretischen Auftrennung der Eiweißfraktionen, bietet das Labor auch die Immunfixation an.  Die Immunfixationselektrophorese ist ein qualitatives Verfahren zur Erkennung und Klassifizierung monoklonaler oder oligoklonaler Immunglobuline sowie freier monoklonaler Leichtketten. Mit der Immunfixationselektrophorese können monoklonale Immunglobuline in der Regel empfindlicher nachgewiesen werden als mit der Serumproteinelektrophorese.  Diese genaue Differenzierung der Eiweißauftrennung ist wichtig für die Behandlung hämatologischer Erkrankungen. 

Patienten, die mit dem Verdacht einer Malaria in die ZNA kommen, können durch den geschulten Blick der MTA, die einen gefärbten Blutausstrich  begutachtet, zu einem positiven oder negativen Ergebnis kommen.

Die Immunhämatologie (Blutgruppen/Kreuzprobenlabor) stellt den operierenden Kliniken und den Hämato-Onkologen die geeigneten Blutkonserven bereit. Dank einer differenzierten Analyse des Patientenblutes wird eine geeignete Blutkonserve ermittelt und  in einer so genannten Kreuzprobe getestet, ob das Patientenblut mit dem der ausgewählten Konserve kompatibel ist. Erst dann darf das Fremdblut verabreicht werden. 

Im Jahr 2014 wurden etwa 9000 Blutkonserven im DIAKO-Labor gekreuzt. Zudem verfügt das Labor über ein eigenes Blutdepot mit einem Fundus an Konserven und Frischplasmen der gängigen Blutgruppen.

Diese Abteilung des Labors  ist auch zuständig, für den reibungslosen  Ablauf von Bestellungen, beim Blutspendedienst in Bremen und Oldenburg, von bestrahlten Ery- und Thrombozytenkonzentraten.

Die Immunhämatologie sowie die spezielle Hämatologie  sind Schwerpunkte des Labors, das unter der ärztlichen Leitung von Professor Dr. Ralf U. Trappe steht. Eine besondere Expertise besitzt das Labor im Bereich der speziellen Hämatologie. Mittels der Durchflusszytometrie werden hochkomplexe Analysen durchgeführt. Eine Dienstleistung, die das Labor des DIAKO auch für andere Krankenhäuser erbringt. Die Methode der Durchflusszytometrie ermöglicht die schnelle Diagnostik von Leukämie und Lymphomen.  In wenigen Stunden kann das Labor zum Beispiel mitteilen, welche Form der Leukämie der Patient hat. Die Therapie kann sofort beginnen.  Ein großer Vorteil, denn: Wenn solche Proben an andere Labore eingeschickt werden müssen, kann es mehrere Tage dauern, bis die entsprechenden Ergebnisse vorliegen und die Therapie starten kann. 

In diesem Bereich wird auch das Monitoring für die autologen Stammzelltransplantationen gemacht. Die Patienten werden mit einem Granulozyten-Kolonie stimulierenden  Faktor behandelt, dadurch werden die Stammzellen ins periphere Blut ausgeschwemmt und im Labor wird die Anzahl der CD34 positiven Stammzellen gemessen. Bei adäquater  Anzahl von Stammzellen werden die Patienten zum „Sammeln“ der Stammzellen geschickt.  

Die einzelnen Bereiche des Zentrallabors  erfordern  von allen dort eingesetzten MTAs, ein gut fundiertes Wissen, das sich laufend den neuen Anforderungen anpasst.

Leitung

Angela Brenig
T 0421 6102 - 1800

Ärztliche Leitung:
Professor Dr. Ralf U. Trappe

Angela Brenig und Professor Dr. Ralf U. Trappe bilden das Leitungsteam.