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Zentrale Dienste

Infektionen verhindern

"Kann es wohl einen größeren Widerspruch geben als eine Spitalkrankheit. Ein Übel, welches man erst da bekommt, wo man sein eigenes loszuwerden gedenkt."
(Prof. Dr. Johann Peter Frank, 1745 - 1821)

Ein Baustein des Qualitätsmanagements im Krankenhaus ist die Krankenhaus-hygiene. Sie beschäftigt sich mit der Planung bzw. Mitwirkung bei allen Maß-
nahmen, die der Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankenhaus-infektionen und der Gesunderhaltung der Patientinnen und Patienten, Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter sowie Besucher dienen. Hierbei sind eine Vielzahl von Gesetzen (z.B. Infektionsschutzgesetz, Medizinproduktegesetz), Verordnungen
(z.B. Krankenhaushygieneverordnung des Landes Bremen), die Richtlinie des Robert-Koch-Institutes, technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe sowie diverse DIN-Normen zu beachten bzw. umzusetzen.

Was ist eine im Krankenhaus erworbene Infektion?
15 Millionen Patientinnen und Patienten werden in Deutschland jährlich stationär behandelt. Ca. eine Million erkranken an einer sogenannten "Nosokomialen Infektion", also einer Infektion, sie im Krankenhaus erworben haben. Zu den häufigsten Infektionen gehören Harnweginfektionen, Lungenentzündungen, Wundinfektionen und "Blutvergiftungen". Ältere Personen, Neugeborene, Frühgeborene, Personen in schlechtem Allgemeinzustand, Personen mit weiteren Grunderkrankungen und Personen mit geschwächtem Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko, eine Nosokomiale Infektion zu bekommen. Trotz guter Bedingungen lassen sich nicht alle dieser Infektionen vermeiden. Durch eine Verbesserung bzw. Optimierung der Hygiene können immerhin ca. ein Drittel der Nosokomialen Infektionen vermieden werden.

Ziele und Aufgaben der Krankenhaushygiene
Neben der Vermeidung und Erkennung von Nosokomialen Infektionen stellt die Erarbeitung verbindlicher und transparenter Verfahrensanweisungen im Umgang mit diesen Infektionen eine Hauptaufgabe der Krankenhaushygiene dar. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die fach- und abteilungsübergreifende Beratung und Begleitung in Fragen der Krankenhaushygiene.

Folgende Themen werden bearbeitet:

  • Beobachtung, Erfassung und Bewertung von Infektionen in sensiblen Bereichen des Krankenhauses (z.B. Intensivstation)
  • 1x jährliche Begehung aller Stationen und Bereiche
  • Durchführung einer Vielzahl von Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen der innerbetrieblichen Fortbildung sowie stationsinterne Fortbildungen zu aktuellen Problemen und Fragen
  • Erstellung, Fortschreibung und Überwachung der Einhaltung von Hygiene- und Desinfektionsplänen nach hygienischen und rechtlichen Bestimmungen
  • Planung, Durchführung und Überwachung von Baumaßnahmen
  • Überprüfung der Anwendung von hausinternen Standards
  • Überwachung der Desinfektions- und Sterilisationsmaßnahmen
  • Veranlassung von Untersuchungen, die für die Qualitätssicherung notwendig sind
    (z.B. epidemiologische Ermittlungen, mikrobiologische Kontrollen, Ursachenforschung, Auswertung der Ergebnisse etc.)
  • Beratung und Empfehlung bei der Auswahl hygienerelevanter Verfahren und Produkte (z.B. Desinfektionsmittel, Einmalartikel, technische Geräte)

 

 

Kontakt

Leitung
Anette Pogge

T 0421 6102 - 3010
a.pogge@diako-bremen.de

Ute Watterodt
T 0421 6102 - 3009
u.watterodt@diako-bremen.de

Hygienemaßnahmen
Desinfektion der Hände