Internistische Funktionsdiagnostik und interventionelle Therapie
Ein zentraler interventioneller Bereich ist die Plazierung permanenter Venenkatheter. Diese werden zur Minderung der Infektionsgefahr in das Unterhautgewebe implantiert. Sie sind wichtig für Patienten, bei denen häufige intravenöse Chemotherapien erfolgen, bei denen eine parenterale Langzeiternährung notwendig ist oder als Zugang zur regelmäßigen Dialyse.
In der Diagnostik von Herz/Kreislauf- und Lungenerkrankungen stehen zusätzlich zu den schon beschriebenen Ultraschallmethoden folgende Verfahren zur Verfügung:
| Verfahren |
Erklärung |
| Digitales EKG |
Ableitung der elektrischen Aktivität des Herzens von der Hautoberfläche, bei der rechnergestützt viele Meßgrößen bestimmt werden. Darunter sind auch solche, die mit dem Lineal nicht praktikabel ausmeßbar sind. Dazu werden alle EKG’s elektronisch gespeichert und können im Verlauf direkt am Bildschirm verglichen werden. |
| Digitales Belastungs-EKG |
Belastungs-EKG mit automatischer Blutdruckmessung und computergestützter Berechnung der relevanten Messgrößen, zeigt die körperliche Belastbarkeit des Patienten an und weist auf Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße hin. |
| 24-Stunden-EKG |
Tragbarer Speicher, über den während eines ganzen Tages das EKG aufgezeichnet wird und Herzrhythmusstörungen erkannt werden können. Bradykarde Herzrhythmusstörungen bedeuten einen zu langsamen, tachykarde Rhythmusstörungen einen zu schnellen Herzschlag. |
| 24-Stunden Blutdruckmessung |
Blutdruckmanschette, die für 24-Stunden um den Oberarm gelegt wird und regelmäßig den Blutdruck misst. Diese Untersuchung ist viel aussagekräftiger als einzelne punktuelle Blutdruckwerte. Sie zeigt beispielsweise an, ob der normalerweise in der Nacht auftretende Blutdruckabfall erhalten ist. |
| C-13-Atemtests |
13-C ist ein stabiles Isotop, das nicht zerfällt. Dementsprechend entsteht hier keine Strahlenbelastung für den Patienten. Der C-13-Atemtest mit Octanoat misst die Magenentleerung, der C-13-Triglyceridtest, die Funktion der Bauchspeicheldrüse. Das Prinzip ist hier immer, dass der Patient eine Testmahlzeit zu sich nimmt, die mit 13-C-Octanoat oder 13-C-Triglycerid versetzt ist. Er bläst dann über einen Zeitraum von 6 Stunden seine Ausatemluft in Beutel. Aus der 13-C02-Konzentration in der Ausatemluft kann berechnet werden, wann das Octanoat aus dem Magen entleert wurde bzw. wann die körpereigenen fettspaltenden Enzyme (Lipase) das 13-C-Triglycerid verstoffwechselt haben. Auf diese Weise können diese wichtigen Körperfunktionen für den Patienten ohne Schlucken von Schläuchen gemessen werden. Es ist so auch möglich, bei einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse den Bedarf an Enzymen zu ermitteln, die als Medikamente zu den Mahlzeiten genommen werden.
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| Spirometrie | Von der Mitarbeit des Patienten abhängige Messungen der Atemkapazität |
| Bodyplethysmographie | Von der Mitarbeit des Patienten unabhängige Messsungen von Volumina und Widerständen in den Atemwegen |