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Zentralsterilisation

Im Jahr 2015 wurde die Zentrale Sterilgut Versorgungsabteilung (ZSVA) bis hin zum Maschinenpark komplett erneuert. Die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen konzipierte Zentralsterilisation dient der Reinigung und Desinfektion der benötigten Instrumente und ist im 3. Stock untergebracht. Durch schlanke organisatorische Abläufe wird eine verbesserte Wirtschaftlichkeit erreicht. Zudem tragen Übersichtlichkeit und ein klarer Aufbau der Funktionsbereiche zu mehr Effektivität bei. 

Die Zentralsterilisation besteht aus drei Arbeitsbereichen: der unreinen Seite, der reinen Seite und dem sterilen Bereich. Auf der unreinen Seite kommt das kontaminierte OP-Material an. Hier wird es manuell, zum Beispiel im Ultraschallbad, oder maschinell gereinigt bzw. desinfiziert. Vier neue Reinigungs- und Desinfektions-Automaten (RDT) stehen zur gründlichen Wäsche bereit. Die Maschinen sind mit Geschirrspülern zu vergleichen.
Sie reinigen und desinfizieren mit heißem Wasser und Chemikalien und trocknen die Instrumente. Besonderheit dabei: Die RDTs sind sogenannte Durchlader, das heißt, sie können immer nur von der unreinen Seite beladen und danach nur auf der reinen Seite geöffnet werden.

Die reine Seite ist der zweite große Arbeitsbereich in der ZSVA. Hier werden die Instrumentencontainer nach bestimmten Vorgaben und Schemata gepackt, bevor sie in die Sterilisatoren gelangen. Zudem wird das dekontaminierte Material einer eingehenden Funktionsprüfung unterzogen und gepflegt. Wartung, Pflege und Reparatur sind sehr wichtig. Schließlich kosten die Instrumente sehr viel Geld.

Durchschnittlich benötigt eine OP zwischen zwei und vier Instrumentensiebe. Bei etwa 7.500 Operationen pro Jahr müssen bis zu 24.000 Instrumentencontainer gepackt werden. Für diese Arbeit stehen rund 25 Meter Packtische zur Verfügung.

 Bis zu sechs Sterilisationseinheiten (STE) passen in jeweils einen der drei Dampf-sterilisatoren. Je nach Material kann zwischen Sterilisationsprogrammen mit 134°C oder 121°C heißem Dampf gewählt werden. Völlig neu ist ein Niedrig-Temperatur-Plasma-Sterilisator (NTPS), der zur Sterilisation hitzeempfindlicher Geräte, z.B. optischer Instrumente, entwickelt wurde. Er ersetzt den bisher genutzten Ethylenoxidsterilisator, der nicht nur wesentlich langsamer als das neue Gerät arbeitete, sondern auch schwieriger zu bedienen war. Die Dampfsterilisatoren sind ebenfalls nach dem Durchladeprinzip gebaut. Wenn erst einmal Instrumente in den Sterilisatoren sind, können die Maschinen nur von der gegenüberliegenden Seite aus geöffnet werden.

Die gegenüberliegende Seite ist der sterile Bereich. Er ist vom Reinbereich aus nur durch eine Schleuse zu erreichen. Händedesinfektion, Haarschutz und Kittel sind ein Muss beim Betreten des Sterilbereichs. Reine Seite und Sterilbereich unterscheiden sich auch durch die Raumluft. Während der reine Bereich den Anforderungen der Raumklasse 2 entspricht, herrschen im sterilen Bereich die saubereren Bedingungen der Raumklasse 1. Zur Herstellung solcher Bedingungen mussten  Schwebstofffilter eingebaut werden, die im sensiblen Sterilbereich für reine Luft sorgen.

Arbeit im Zentralsteri
Container mit OP-Instrumenten
Instrumentensiebe