Schilddrüsen-Erkrankungen |
Achalasie |
Gastroösophageale Refluxkrankheit |
Gallenstein-Erkrankungen |
Leistenbruch / Schenkelbruch |
Adipositas
Welche Untersuchungen sind notwendig, um die Notwendigkeit einer Operation bei Schilddrüsenerkrankung abzuklären?
Bei Funktionsstörungen der Schilddrüsen liegen in aller Regel eine Überfunktion oder eine Unterfunktion der Schilddrüsenhormonproduktion vor. Durch gezieltes Befragen, eine körperliche Untersuchung, spezielle Blutuntersuchungen mit Analyse von Schilddrüsenhormonaktivität und -antikörpern, durch bildgebende Untersuchungen, wie Ultraschall, Schilddrüsen-Szintigraphie und zusätzlich ggf. Röntgen, Computer- oder Kernspintomographie werden Informationen gesammelt, die entscheiden, ob eine medikamentöse oder eine operative Behandlung der Schilddrüsenerkrankung notwendig wird.
Welche Operationen kommen in Betracht ?
Anhand der durchgeführten Diagnostik kann in den meisten Fällen schon vor der Operation festgelegt werden, wieviel Schilddrüsengewebe entfernt werden muss. Bei gutartigen Erkrankungen der Schilddrüse wird in der Regel derjenige Schilddrüsenlappen vollständig entfernt, indem der Großteil der Veränderungen festzustellen ist und es verbleibt ein geringer Anteil des Schilddrüsenlappens, welcherweniger stark verändert ist. In einigen Fällen ist auch bei gutartigen Erkrankungen eine vollständige Entfernung der Schilddrüse notwendig.
Bei bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse muß in vielen Fällen die gesamte Schilddrüse entfernt werden und ggf. umliegendes Lymphknotengewebe, je nach Größe der vorhandenen Schilddrüsengeschwulst.
Krankenhausaufenthalt und Operation :
Bei einem einmaligen Vorstellungstermin in der
Sprechstunde unseres OKC werden die bei Ihnen bereits erhobenen Untersuchungsergebnisse besprochen, ggf. werden dann noch notwendige Zusatzuntersuchungen (z.B. HNO-fachärztliche Untersuchung hier im Hause, um die Funktion der Stimmbänder zu überprüfen) durchgeführt, Sie werden von uns über das Operationsverfahren unterrichtet, durch den Narkosearzt untersucht und über das Narkoseverfahren aufgeklärt, und Sie erhalten schließlicheinen Termin zur stationären Aufnahme zur Operation.
Am Operationstag werden Sie dann bei uns stationär aufgenommen, direkt zum Eingriff vorbereitet und es erfolgt die Schilddrüsenoperation. Nach der Operation werden Sie über den Aufwachraum der Narkoseabteilung auf Ihre Station zurück verlegt. In aller Regel können Sie am nächsten Tag mit dem normalen Essen beginnenund die Entlassung erfolgt bei unauffälliger Wundheilung am 2. bis 3. Tag nach der Operation, nachdem hier nochmals eine HNO-Untersuchung in unserer Klinik durchgeführt wurde.
Wie ist das mit den Nerven ?
Bei der Operation kann es zu einer Verletzung des sogenannten Stimmbandnerven (Nervus laryngeus recurrens) und eines Kehlkopfnerven (Ramus externus des Nervus laryngeus superior) kommen. Beide Nerven ziehen auf jeder Seite bzw. von oben hinter der Schilddrüse bis an den Kehlkopf. Bei der Operation sollten diese Nerven nicht verletzt werden, da es sonst zu einer Heiserkeit (Nervus laryngeus recurrens) bzw. zum Verlust der Stimmhöhe sowie zu einer schnellen Ermüdbarkeitder Stimme (Ramus externus des Nervus laryngeus superior) kommen kann. Um Nervenverletzungen zu vermeiden, gibt es seit kurzem eine spezielle Untersuchungsmethode, das sogenannte Neuromonitoring in der Schilddrüsenchirurgie mit der 1.) eine Identifikation der Nerven während der Operation und 2.) eine Funktionsbeobachtung der Nerven erfolgen kann. Diese Methode wird routinemäßig in unserer Klinik in der Schilddrüsenchirurgie eingesetzt und soll das Risiko von Stimmband- bzw. Kehlkopfnerven-Verletzungen reduzieren.
Was muss nach der Operation beachtet werden ?
Je nach verbliebener Größe der Restschilddrüse ist ein Ersatz des Schilddrüsenhormonbedarfs erforderlich. Gleichzeitig kann es notwendig werden, eine medikamentöse Hormonsubstitution durchzuführen, um ein Neuauftreten (Rezidiv) der Schilddrüsenvergrößerung zu verhindern. Nach Erhalt der Gewebeuntersuchung werden wir Ihrem behandelnden Arzt eine Therapieempfehlung für eine ggf. notwendige Rezidivprophylaxe bzw. eine Schilddrüsenhormsubstitution empfehlen.