Pflege nach System - Das Pflegemodell nach Orem

 

Zum Jahreswechsel 1995/96 fiel im DIAKO der Startschuss für eine neue Ära im Bereich der Pflege. Das Pflegeprojekt wurde initiiert mit der Zielsetzung, krankenhausübergreifend die Pflegetheorie der amerikanischen Krankenpflegeprofessorin Dorothea Orem umzusetzen.

Heute sind alle Stationen des Hauses und auch die Kranken- pflegeschule in das Projekt integriert. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen beispielsweise die teilweise Einführung einer Kerndienstzeit und die völlige Umstrukturierung des Stationsablaufes. Damit wird sicher gestellt, dass die Stationen zu den Zeiten des größten Arbeitsanfalls auch am stärksten besetzt sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Erwerb fachlicher Kompetenz. Denn damit Pflege zur Therapiesicherstellung beitragen kann, müssen die Pflegenden ausreichende Kenntnisse über Krankheitsbilder und -verläufe sowie Behandlungsformen haben.

Im Mittelpunkt des Pflegemodells nach Orem steht der Patient. Er soll bereits zu Beginn des Krankenhausaufenthaltes auf die Entlassung vorbereitet werden. Das hat zur Folge, dass auch die Pflege mit standardisierten Anamnese-Bögen arbeitet, um Grundbedürfnisse des Patienten auszuloten, seine Pflegedefizite aufzudecken, Pflegeziele zu planen und entsprechend handeln zu können. Zudem wird die Zimmerpflege zu einem Hauptbestandteil des Pflegekonzeptes. Das bedeutet, dass eine Schwester/ein Pfleger für alle Arbeiten in einem Zimmer zuständig ist. So kann ein verbessertes Patienten-Pflegenden-Verhältnis aufgebaut werden. Die Patienten fühlen sich besser aufgehoben, und die Pflegeplanung kann kontinuierlich der Situation der Patienten angepaßt werden.


 


 

 

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