Das Darmzentrum Bremen West bietet für alle Patienten eine Reihe von Sprechstunden und Beratungsmöglichkeiten an:
- in der Darmzentrum-Sprechstunde erfolgt im persönlichen
Gespräch mit dem Patienten die Sichtung der bereits erhobenen
Befunde und die Planung von Diagnostik, medikamentöser,
operativer und/oder Strahlentherapie
(Anmeldung unter Tel. 0421/6102-2592)
- in der Enddarm- und Endosonographie-Sprechstunde
erfolgen die speziellen Untersuchungen bei Krebserkrankungen
des Enddarmes
(Anmeldung unter Tel. 0421/6102-2592)
- die Schmerz-Sprechstunde steht allen Patienten mit chronischen
Schmerzzuständen zur Verfügung
(Anmeldung unter Tel. 0421/6201-1001)
- die Stomatherapie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einem
ambulanten Pflegedienst über die viszeralchirurgische Station
der Chirurgischen Klinik, so dass eine Betreuung während und
nach der Behandlung im Krankenhaus aus einer Hand erfolgt
(Anmeldung unter Tel. 0421/6102-1160)
- der Sozialdienst im DIAKO organisiert sämtliche Belange im
Zusammenhang miterforderlichen Pflegemaßnahmen und
Anschlussheilbehandlungen nach stationärem Aufenthalt bzw.
Operation
(Anmeldung unter Tel. 0421/6102-1950)
- die psychologische Beratung im DIAKO hilft Krebspatienten bei
der Auseinandersetzung mit ihrer Erkrankung
(Anmeldung unter Tel. 0421/6102-1424)
- die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhausseelsorge
besuchen Patienten im Darmzentrum und bieten Gespräche an,
die die persönlichen Aspekte der Krankheit zum Inhalt haben
können (Anmeldung unter Tel. 0421/6102-3200)
- die genetische Beratung am Zentrum für Humangenetik der
Universität Bremen wird bei allen Patienten einbezogen, bei
denen eine Form der Krebserkrankung mit familiärer Häufung
vorliegt
(Anmeldung unter Tel. 0421/218-2589)
- die Physiotherapie und Ernährungsberatung im DIAKO hilft
Patienten bei und nach medizinischen Behandlungen bzw.
Operationen, die hierdurch bedingten Umstellungen
zu meistern und bereitet die Patienten auf den Übergang vom
stationären in den ambulanten Bereich vor
- Selbsthilfegruppen (Deutsche ILCO, Region
Bremen/Niedersachsen, DCCV Landesverband
Bremen/Niedersachsen) werden auf Wunsch unserer Patienten
eingeschaltet, um spezielle Lebenssituationen nach medizinsicher
oder chirurgischer Behandlung zu begleiten
Zu allen Beratungsangeboten können Auskünfte über die Zentrale des Darmzentrums Bremen West (Tel. 0421/6102-2592) erteilt werden.
Darmkrebs ist eine Erkrankung, die vererbt werden kann. Das Vorliegen einer erblichen Darmkrebserkrankung bedeutet für direkte Verwandte der Erkrankten (Eltern, Geschwister und Kinder), dass sie unter Umständen schon im frühen Erwachsenenalter ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankung
haben.
Bei den meisten Formen von erblichem Darmkrebs lässt sich das Erkrankungsrisiko durch Befolgen entsprechender Vorsorgeregeln sehr deutlich reduzieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihr
persönliches Darmkrebsrisiko und nehmen Sie die Chance, die die Darmkrebsvorsorge Ihnen bietet, wahr! Darmkrebs ist die einzige Krebserkrankung, die sich nahezu hundertprozentig verhindern lässt.
Mit den folgenden Fragen können Sie selbst herausfinden, ob in Ihrer Familie ein erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung vorliegt. Wichtig ist, dass Sie möglichst genau in Erfahrung bringen, wer in der Familie Darmkrebs oder Darmpolypen hat oder hatte und in welchem Alter diese Erkrankungen aufgetreten sind.
1. In meiner Familie ist ein direkter Verwandter (Eltern, Geschwister oder Kinder) an Darmkrebs erkrankt.
Ja □ Nein □
2. In meiner Familie ist ein direkter Verwandter (Eltern, Geschwister oder Kinder) vor dem Alter von 45 Jahren an Darmkrebs erkrankt.
Ja □ Nein □
3. In meiner Familie wurde bei einem direkten Verwandten (Eltern, Geschwister oder Kinder) ein Darmpolyp (Adenom) vor dem Alter von 40 Jahren erkannt.
Ja □ Nein □
4. In meiner Familie sind drei oder mehr Verwandte an Darmkrebs, Magenkrebs, Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs, Nierenbecken- oder Harnleiterkrebs erkrankt.
Ja □ Nein □
Vorsorgeempfehlungen
Falls Sie alle Fragen mit Nein beantwortet haben, besteht in Ihrer Familie kein erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung. Es reicht, wenn alle Familienmitglieder im Alter von 50 Jahren mit der Darmkrebsvorsorge beginnen. Die Krankenkassen zahlen einen jährlichen Stuhlbluttest ab 50 Jahren und eine Darmspiegelung ab 55 Jahren.
Falls Sie ausschließlich Frage 1 mit Ja beantwortet haben, könnte in Ihrer Familie ein erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung vorliegen. Alle direkten Verwandten (Eltern, Geschwister und Kinder) der an Darmkrebs erkrankten Person sollten sich dann vom Hausarzt oder Gastroenterologen beraten lassen, ob zusätzliche Vorsorgemaßnahmen notwendig sind.
Falls Sie eine oder mehrere der Fragen 2 bis 4 mit Ja beantwortet haben, könnte in Ihrer Familie eine erbliche Form von Darmkrebs vorliegen. Alle direkten Verwandten (Eltern, Geschwister und Kinder) der an Darmkrebs erkrankten Personen haben dann ein stark erhöhtes Risiko für eine Darmkrebserkrankung und sollten sich unbedingt vom Hausarzt, Gastroenterologen oder ggf. Humangenetiker über geeignete Vorsorgemaßnahmen beraten lassen.
Humangenetische Beratungsstellen
Einige Universitätskliniken haben spezielle Beratungsstellen für Personen mit Verdacht auf erblichen Darmkrebs eingerichtet:
Bremen, Tel.: 0421 - 218-2589; Bochum, Tel.: 0234-299-3464; Bonn, Tel.: 0228-287-5489; Dresden, Tel.: 0351-796-5744; Düsseldorf, Tel.: 0211-81 13960; Heidelberg, Tel.: 06221-56-36493; München, Tel: 089-
54308-511; Regensburg, Tel.: 0941-944-7010.
Adressen siehe unter www.hnpcc.de/ansprechpartner.htm, weitere genetische Beratungsstellen unter www.bvdh.de.
Ballaststoffreiche Ernährung
Ernährungsempfehlungen bei Divertikulose
Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die im Darm aufquellen und dadurch das Darmvolumen vergrößern und die Darmtätigkeit anregen.
Zu Beginn können evtl. Blähungen, Völlegefühl o.ä. auftreten, diese Symptome verschwinden jedoch nach der Eingewöhnungszeit
Reichlich Flüssigkeit trinken, besonders wenn Leinsamen und Kleie verwendet werden (2,0 – 2,5l/ tägl.)
Wichtige Hinweise:
Fleisch, Fisch, Wurst, Eier, Milch- und Milchprodukte enthalten keine Ballaststoffe.
Jedoch lassen sich diese Lebensmittel teilweise z.B.: mit Kleie, Leinsamen, Sesam, Nüssen usw. anreichern und somit günstig in einen ballaststoffreichen Tagesplan einbauen , z.B. :Joghurt, Quarkspeisen, Dickmilch, Kefir mit Leinsamen und Kleie
- mit Sesam bestreute Fleischgerichte
- Käsesalat mit frischem Obst und Nüssen
- Obstsalat mit Nüssen
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Empfehlenswerte und nicht empfehlenswerte Lebensmittel einerballaststoffreichen Ernährung |
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Empfehlenswert
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Nicht empfehlenswert
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Getreide-produkte |
Vollkornmehl, Schrot, Grütze, Grünkern Buchweizen, Vollkorn-Haferflocken, Sesam Weizenkleie, Leinsamen, Mohn, Vollkornnudeln, Vollkornreis
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Auszugsmehl (Type 405), Stärke, Grieß, Sago polierter Reis, helle Nudeln
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Brot/ Backwaren |
Vollkornbrot, Knäckebrot, Vollkornbrötchen, Mehrkornbrot, Schrotbrot, Vollkornzwieback |
Brot und Brötchen aus Auszugsmehl (Type 405) Zwieback |
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Gemüse/Salat |
Gemüse, Hülsenfrüchte, Kohl, Mais, Rohkostsalate (reichlich) Kartoffeln
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zerkochtes Gemüse |
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Obst/Nüsse |
Rohes Obst, Beerenfrüchte, Trockenobst Nüsse (Jedoch hoher Fettgehalt!) |
Kompott |
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Süßwaren |
Vollkorn – Müsli, Müsli – Riegel, Ballaststoff - Riegel |
Puddinge, Cremes, Eis, Schokolade, Pralinen Süßigkeiten, Chips etc. |