Operation der Nase


 

Veränderungen und Erkrankungen der inneren u./o. äußeren Nase gehen häufig mit Symptomen wie verstopfter Nase, Schleimlaufen, Kopfschmerzen, Druckgefühl, Riechstörungen u./o. Schnarchen einher. Verbiegungen der Nasenscheidewand, unfallbedingte Formveränderungen der äußeren Nase, Allergien, Polypen und selten Tumore sind die häufigsten Ursachen dieser Beschwerden. Veränderungen der Nase verursachen oft auch ausgedehnte Beschwerden in den Nasennebenhöhlen, die mitbehandelt werden müssen.
Um solche Veränderungen genau diagnostizieren zu können führen wir neben einer Endoskopie der Nase auch Funktionsuntersuchungen und ggf. spezielle Röntgenuntersuchungen durch. Wenn eine Therapie mit Medikamenten nicht möglich oder erfolgreich ist, ist oft die Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit. Die HNO-Klinik des DIAKO Bremen hat eine langjährige Tradition bei der Durchführung solcher Eingriffe und kann daher vielfältige Operationen der Nase anbieten.


1. Operationen der äußeren Nase (Rhinoplastik).

Zum Spektrum gehören die Begradigung von knöchernen oder auch knorpeligen Schiefnasen. Diese können angeboren oder auch z.B. durch Verletzungen erworben sein. Andere Deformitäten, welche operativ ausgeglichen werden können, sind Höckernasen, Spannungsnasen, Sattelnasen oder Verformungen der Nasenspitze und der Nasenflügel.

In einer Vorbesprechung mit dem/der Patienten/-in wird genau für den individuellen Fall geplant, in welchem Umfang und durch welche Technik die Formkorrektur erfolgen soll. Soweit die Operation zur funktionellen Verbesserung der Nasenatmung notwendig ist, werden die Kosten i.d.R. von den Krankenkassen übernommen. Im Fall eines rein kosmetischen Eingriffes (Schönheitschirurgie) werden die Kosten nicht erstattet.

Solche Operationen werden überwiegend stationär und in Vollnarkose durchgeführt und von unserer Klinik ambulant nachbetreut. Ein stationärer Aufenthalt von zumeist 5-7 Tagen ist notwendig. Nach der OP wird die Nase wegen der Blutungsgefahr für 1-2 Tage tamponiert, anschließend muss für etwa 14 Tagen ein Gips getragen werden.

Weitere Operationen der äußeren Nase sind Entfernungen von Hauttumoren auf oder an der Nase. Meist ist eine plastische Deckung der entstandenen Defekte notwendig. Die spezielle Aufgabe unserer HNO-Klinik ist es, neben der vollständigen Tumorentfernung auch ein kosmetisch gutes Ergebnis zu erzielen. Kleinere Hauttumore werden ambulant und in örtlicher Betäubung operiert. Auf Wunsch ist auch eine Vollnarkose möglich. Bei größeren Tumoren ist ein stationärer Aufenthalt von 3-7 Tagen notwendig.


2. Operationen der inneren Nase

Hiermit ist in erster Linie die Operation der behinderten Nasenatmung gemeint.

Die chronische Nasenatmungsbehinderung entsteht in der Regel durch Verbiegungen der Nasenscheidewand und/oder durch Vergrößerung der unteren Nasenmuscheln, welche eigentlich zur Luftverwirbelung und -erwärmung dienen. Symptome sind eine unphysiologische verstärkte Mundatmung, gehäufte Atemwegsinfekte und Schnarchen. Häufig werden diese beiden Eingriffe gemeinsam durchgeführt. Die knorpelige Scheidewand wird operativ begradigt, die Nasenmuscheln werden durch Kappung und seitliche Verlagerung verkleinert. Im Anschluss an die OP wird die Nase für 2 Tage tamponiert. Es muss mit einem stationären Aufenthalt von ca. 6 Tagen gerechnet werden. Anschließend erfolgt eine ambulante Nachbehandlung beim niedergelassenen HNO-Arzt, oder, falls notwendig, in unserer Klinik.

Bei alleiniger Behandlung der Nasenmuscheln besteht im DIAKO die Möglichkeit zur Behandlung mit modernster Radiofrequenzchirurgie. Solche Eingriffe werden i.d.R. ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch ist auch eine Vollnarkose möglich. Durch diese Technik können das Risiko einer Blutung sowie die Schmerzen auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden. Auch der anschließende Heilungsprozess verläuft deutlich schneller als bei der konventionellen Operationstechnik.

Ein weiterer Eingriff an der Nasenatmung kann die Entfernung von Nasenpolypen, welche die Atemwege verlegen, sein. Diese können manchmal auch ambulant in lokaler Betäubung entfernt werden.
Ein seltener Eingriff an der inneren Nase ist der Verschluss von Löchern in der Nasenscheidewand, welche durch Verletzung oder Voroperation entstanden sein können. Das DIAKO verfügt über entsprechende Möglichkeiten und Erfahrung, solche Löcher verschließen zu können.


3. Operation der Nasennebenhöhlen

Ein weiteres großes Gebiet der Nasenchirurgie stellt die operative Sanierung chronischer Nasennebenhöhlenentzündungen dar. Viele Patienten leiden an ständigem Schnupfen, Druckgefühl im Gesicht oder hinter der Stirn. Meist hat eine Behandlung mit Antibiotika oder Nasensprays keinen bleibenden Erfolg gebracht. In solchen Fällen kann mit einer Operation oftmals eine Heilung oder zumindest Besserung erzielt werden. In der Regel wird vor jeder Nasennebenhöhlenoperation ein Computertomogramm von dieser Region angefertigt, um zu zeigen welche Höhlen betroffen sind. Anhand der Beschwerden und dieser Bilder kann dann in einem Vorbereitungsgespräch mit dem Patienten oder der Patientin der Eingriff genau besprochen werden. Hierbei ist es auch möglich Zysten oder Polypen aus den Nebenhöhlen zu entfernen.

Diese Operationen werden stationär durchgeführt. Der Aufenthalt dauert ca. 7 Tage. Nach der Operation wird die Nase für 2 Tage austamponiert. Die Nachbetreuung findet beim niedergelassenen HNO-Arzt statt, oder in einigen Fällen auch in unserer Klinik. Ein weiteres Spektrum der Nebenhöhlenchirurgie ist die Operation der seltenen gutartigen oder bösartigen Tumoren der Nasennebenhöhlen.


4. Einrichten von Nasenbeinbrüchen (Reposition von Nasenbeinfrakturen).

Ein häufiger Eingriff in unserer Klinik ist die Reposition von Nasenbeinbrüchen, wie sie oft bei Sportunfällen oder Fahrradstürzen vorkommen. Bei den meisten Patienten kann durch einen ambulanten Kurzeingriff in Vollnarkose die Nase wieder "eingerenkt" werden. Während der Operation wird ein Nasengips angelegt, welcher für ca. 2 Wochen getragen werden muss.

 

 

 

 


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