Funktionstests des Magen-Darmtrakts, die wir anbieten:
| Test | Erklärung |
| Ösophagusmanometrie |
Druckmessung in der Speiseröhre, erkennt Störungen der Koordination und der Kraft der Muskulatur in der Wand der Speiseröhre und einen zu niedrigen oder zu hohen Verschlussdruck des Verschlussmuskels zwischen Speiseröhre und Magen. |
| pH-Metrie | Dünne Sonde, die in Magen und Speiseröhre eingeführt wird und über 24-Stunden verbleibt. Hier kann die Menge sauren Rückflusses genau festgestellt werden und dadurch sowohl die Indikation zu einer Operation als auch die Güte einer medikamentösen Behandlung beurteilt werden. |
| Anorektal-Manometrie | Druckmessung am Übergang After/Dickdarm, sinnvoll beispielsweise bei einer Stuhlinkontinenz oder Verstopfung. |
| Wasserstoff-Atemtests | Diese Tests beruhen auf dem Prinzip, dass der Dünndarm normalerweise frei von Bakterien ist. Dementsprechend wird eine getrunkene Zuckerlösung erst nach einer längeren Zeit (>120 Minuten) von den Bakterien des Dickdarms verstoffwechselt und erscheint als Wasserstoff in der Ausatemluft. Bei diesem Test trinkt der Patient eine definierte Menge von Zuckerlösung und bläst in regel-mäßigen Abständen über mindestens 2 Stunden seine Ausatemluft in ein Messgerät. Mit diesem Test können eine Aufnahmestörung von Milchzucker und Fruchtzucker erkannt werden, eine grundsätzliche Störung der Aufnahme von Nahrung in die Schleimhaut des oberen Magen-Darmtrakts diagnostiziert werden (Xylose-Test), eine bakterielle Überwucherung im Dünndarm gesehen werden (H2-Atemtest mit Glucose) und ein zu rascher oder zu langsamer Transport durch den Dünndarm festgestellt werden (H2-Atemtest mit Lactulose). |
| C-13-Atemtests | 13-C ist ein stabiles Isotop, das nicht zerfällt. Dementsprechend entsteht hier keine Strahlenbelastung für den Patienten. Der C-13-Atemtest mit Octanoat misst die Magenentleerung, der C-13-Triglyceridtest, die Funktion der Bauchspeicheldrüse. Das Prinzip ist hier immer, dass der Patient eine Testmahlzeit zu sich nimmt, die mit 13-C-Octanoat oder 13-C-Triglycerid versetzt ist. Er bläst dann über einen Zeitraum von 6 Stunden seine Ausatemluft in Beutel. Aus der 13-C02-Konzentration in der Ausatemluft kann berechnet werden, wann das Octanoat aus dem Magen entleert wurde bzw. wann die körpereigenen fettspaltenden Enzyme (Lipase) das 13-C-Triglycerid verstoffwechselt haben. Auf diese Weise können diese wichtigen Körperfunktionen für den Patienten ohne Schlucken von Schläuchen gemessen werden. Es ist so auch möglich, bei einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse den Bedarf an Enzymen zu ermitteln, die als Medikamente zu den Mahlzeiten genommen werden. |