Abkürzungen/Glossar

A

Akupunktur  
Die Akupunktur ist eine alte, chinesische Heilmethode, die in die Philosophie der Traditionellen chinesischen Medizin eingebettet ist. Feinste Nadelstiche an genau definierten Punkten am Körper sollen eine Harmonisierung der Lebens- energie Qi (s. Qi Gong) ermöglichen. In den westlichen Ländern gehört die Akupunktur zum Bereich der Komplementärmedizin, doch erlernen immer mehr schulmedizinisch ausgebildete Ärzte die Technik der Akupunktur und setzen sie begleitend zur konventionellen Therapie ein.  
   
Allopathie  
Die eigentliche Schulmedizin. Therapieform basierend auf Mittel, die Erkrankungen im Gegensatz zur Homöopathie mit entgegengesetzten Wirkungen behandelt.  
   
ambulant  
Im Unterschied zu stationär in der Sprechstunde, ohne stationäre Aufnahme erfolgend.  
   
Anamnese  
Die Vorgeschichte einer aktuellen Krankheit, die vom Arzt oder Psychotherapeuten in einem Vorgespräch erfragt und erhoben wird.   
   
Aphasie  
Sprachstörung infolge einer Schädigung der Großhirnrinde, ohne Schädigung von Sprechorganen und Gehör.


B

Bach-Blüten  
Bei den Bach-Blüten (Bach Flower Concentrates) handelt es sich um homöopathische Aufbereitungen der wässrigen Auszüge von 37 verschiedenen Blütenwildwachsender Pflanzen und Bäume, hierunter ausdrücklich keine Gift- und Nahrungspflanzen. Die wässrigen Blütenauszüge werden mit Alkohol konserviertund als Konzentrate in Vorratsflaschen (sog. stockbottles) abgefüllt, die spätervom Einnehmenden selbst auf Einnahmestärke verdünnt werden.   
   
Bach, Edward (1886 - 1936)  
Arzt, Pathologe, Immunologe und Bakteriologe. Er war sehr naturverbunden und vor allem äusserst sensitiv. Er fand Pflanzen, die ihm für die Behandlung negativer Gemütszustände geeignet schienen. Erverwendete die Blüten von wildwachsenden Blumen, aber auch von Wildsträuchern, Büschen und Bäumen. Sein Postulat lautet: Behandle den Menschen und nicht die Krankheit   
   
Bobath  
Pflege- und Therapiekonzept zur Rehabilitation von Patienten mit Schlaganfällenund anderen Erkrankungen des Zentralnervensystems. Es wurde in den 40er Jahren von der Krankengymnastin Berta Bobath und ihrem Mann, dem Neurologen Dr. Karl Bobath entwickelt und seither weltweit kontinuierlich vorangetrieben.  
   
Bronchoskopie  
Betrachtung der Luftröhre und ihrer Verzweigungen mit dem Bronchoskop.


C

Computertomographie  
Anfang der 70er Jahre eingeführtes Verfahren der Röntgenuntersuchung, das vorallem eine dirkete Darstellung der Weichteilstrukturen des Körpers ermöglicht. Ein Schichtaufnahmeverfahren, das zur Bildgebung den Computer benutzt.  
   
Cyriax  
Der englische Orthopäde Dr. James Cyriax entwickelte in den dreißiger Jahrendie "Orthopaedic Medicine", eine Methode, mit der Verletzungen des Bewegungsapparates besser diagnostiziert und effizienter behandelt werden können. Therapeutisch werden Mobilisation der Muskeln (Dehnung) und der Gelenke wie auchtiefe Querfriktionen (Querreibungen) angewandt. Dabei wird quer zu denbetroffenen Strukturen mit den Fingern oder Daumen massiert.


D

Dammschnitt (Episiotomie)  
Ein operativer Einschnitt zur Vermeidung eines Dammrisses bei einer Entbindung. Der Einschnitt erfolgt am weichen Geburtskanal seitlich der Schamspalte.  
   
Dialyse  
Begriff für die Trennung niedermolekularer von hochmolekularen Stoffen aus einerLösung. In der Medizin findet das Verfahren bei ungenügender oder ausgefallenerNierenleistung Anwendung, z.B. als Hämodialyse (künstliche Niere oder"Blutwäsche"). Ein weiteres Verfahren ist die Peritonealdialyse. Dabei dientdas Peritoneum (Bauchfell) als halbdurchlässige Schicht. 
     
Dyshartrie  
Sprachstörung infolge Störung des Nervensystems. Betroffen sind Stimme, Atmung und Artikulation.


E

Echokardiographie  
Ultraschalluntersuchung des Herzens.  
   
Endoskopie  
Untersuchung von Körperhöhlen und Hohlorganen mit einem Endoskop. Endoskope sind mit einer Lichtquelle und einer Spiegelvorrichtung verseheneInstrumente. (z.B. Gastroskop zur Untersuchung des Magens, Ösophagoskopzur Untersuchung der Speiseröhre, Bronchoskop zur Untersuchung von Kehlkopf, Luftröhre und Bronchialraum, Laparoskop zur Untersuchung der Bauchhöhle, Arthroskop zur Untersuchung des Gelenkinneren etc).


F

Feldenkrais  
Methode nach Moshe Feldenkrais (1904 - 1984), der erkannte, dass sich der Mensch Automatismen im körperlichen wie im seelischen Bereich aneignet und bestimmte Verhaltensweisen annimmt, die er unverändert sein Leben lang beibehält. Feldenkrais Methode will eingefahrene Bewegungsabläufe bewusstmachen und neue Bereiche im Gehirn aktivieren.


G

Gastroskopie  
Untersuchung des Magens mit einem Gastroskop (s. Endoskopie).


H

Hämatologie  
Die Lehre vom Blut, den blutbildenden Organen und ihren Erkrankungen als Teilgebiet der Inneren Medizin.  
   
Homöopathie  
Durch Samuel Hahnemann (1755-1843) begründetes medikamentöses Therapiekonzept. Den Kranken werden, im Gegensatz zur Allopathie, Mittel in hoher Verdünnung verabreicht, die in größerer Menge bei Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen wie die Krankheit, gegen die sie eingesetzt werden.


I

Infusion  
Aus dem lateinischen "infusio", das Eingießen. Das meist langsame Einfließenlassen größerer Flüssigkeitsmengen (z. B. Kochsalzlösung oder Blutersatzlösungen) in die Venen.  
   
Injektion  
Einspritzen von flüssigen Medikamenten in den Organismus mit Hilfe einer Spritze, entweder subkutan (unter die Haut), intramuskulär (in die Muskulatur), intravenös (in die Vene), intraarteriell (in die Arterie), intrakardial (in eine der Herzhöhlen) oder intraperitoneal (in die Bauchhöhle).  
   
In-vitro-Fertilisation  
Extrakorporale Befruchtung, Abkürzung IVF. In der Medizin die außerhalb desKörpers in einer Nährlösung (in vitro) stattfindende Befruchtung der menschlichenEizelle.
   

K

Kaiserschnitt (sectio caesarea)  
Schnittentbindung. Durch einen unteren Mittelbauchschnitt wird die Gebärmutter bei Geburtshindernissen zur schnellen Geburtsbeendigung direkt geöffnet.


L

Laparoskopie  
Bauchspiegelung mit einem Laparoskop (s. Endoskopie).  
   
Laryngitis  
Kehlkopfentzündung  
   
Lymphsystem  
Leitet die blutplasmaähnliche, klare Gewebsflüssigkeit (Lymphe) ab. Die Lympheversorgt die Gewebe mit Nahrungsstoffen und transportiert nicht verwertbare Substanzen ab. Hat durch Lymphozyten eine wichtige Schutzfunktion.


M

minimal-invasiv  
Operationstechnik die eine geringst mögliche Verletzung der Gewebe ermöglicht ("Schlüsselloch-Operation").


N

Nephrologie  
Wissenschaft und Lehre von den Nieren und ihren Krankheiten.


O

Onkologie  
Lehre von der Entstehung, Ursachen und Verbreitung der Geschwülste, besonders den bösartigen Formen.


P

Periduralanästhesie  
Auch Epiduralanästhesie. Durch eine Punktion des Epiduralraums (Raum zwischender äußeren Hülle des Rückenmarks und dem Wirbelkanal) erzielte Lokalanästhesie, die eine temporäre segmentale, sensorische und motorische Nervenblockade an den Wurzeln der Spinalnerven bewirkt.  
   
Peritoneum  
Das Bauchfell  
   
Pneumonie  
Lungenentzündung


Q

Qi Gong  
Ähnlich wie Tai Chi ist Qi Gong eine Art meditative Gymnastik aus China, bei der sich Atmung, Bewegung und Haltung miteinander verbinden. Qi Gong heißt "Qi durch Atmung". Die Lebensenergie Qi soll durch Atmen in den Körpergelenkt werden. Dabei bestehen die Bewegungsabläufe beim Qi Gong immeraus einzelnen Übungen. Solche Übungen kombiniert mit Atemübungen und Meditation wurden in China erstmals im 11. Jahrhundert v. Chr., also vor mehrals 3.000 Jahren, erwähnt.


R

Radiologie  
Die Lehre von den ionisierenden Strahlen, vor allem den Röntgenstrahlen und den radioaktiven Stoffen. Die Radiologie wird neben der Medizin in verschiedensten anderen Bereichen (Technik, Forschung, Biologie etc.) eingesetzt.


S

Sekretion  
Absonderung biologisch wichtiger Stoffe wie Hormone oder Enzyme durch Drüsen.  
   
Serologie  
Teilgebiet der Medizin, in der man sich mit der Erkennung von (Infektions-) Krankheiten aus Veränderungen des Blutserums befasst.  
   
Shiatsu  
Auch Akupressur. Shiatsu und Akupressur sind Druckmassagetechniken. Der Druck wird mit den Fingerkuppen, den Daumen, den Handflächen und manchmal auch mit den Ellbogen ausgeübt. Massiert werden die von der Akupunktur bekannten Punkte auf den Meridianen. Die Bezeichnung "Akupressur" bezieht sich auf die chinesische Technik der Druckmassage, "Shiatsu" ist die japanische Variante der Akupressur. In Europa massiert man zusätzlich zu den Akupunkten auch bestimmte Schmerzpunkte ausserhalb der klassischen Akupunkte.


T

Transfusion  
Blutübertragung  
   
Trauma  
Wunde, Verletzung, Gewalteinwirkung in körperlicher oder psychischer Hinsicht.  
   
Traumatologie  
Lehre von der Entstehung, Verhütung und Behandlung von Traumta.


U

Ultraschall  
Für Menschen unhörbarer Schall mit Frequenzen oberhalb von 20 Kilohertz.


V

Varizen  
Krampfadern


W

WHO  

World Health Organisation, Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen.

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