Das Ohr



Das Ohr beherbergt eines der kompliziertesten Systeme des Menschen. Dieses besteht funktionell aus zwei verschiedenen Systemen, dem Gehör und dem Gleichgewichtsapparat. Sie stellen zwar zwei separate Sinnesorgane dar, bilden aber anatomisch eine Einheit.
Das Gehör nimmt für die Kommunikation des Menschen eine zentrale Stellung ein und dient als richtungsunabhängiges Warn- und Orientierungssystem. Der Gleichgewichtsapparat ist zur Aufrechter- haltung des Gleichgewichts, der Statik und der räumlichen Orientierung wichtig.

 

Das Ohr besteht aus äußerem, Mittel- und Innenohr (Bild 1). Das äußere Ohr wirkt wie ein Schalltrichter, das den Schall bündelt. Ohrmuschel und äußerer Gehörgang bilden das äußere Ohr. Hier gibt es Erkrankungen, die den Ohrknorpel, den Knochen oder die Weichteile beziehen. Dazu zählen u.a. Gehörgangsentzündungen und -verengungen oder die Ablagerung hartnäckigen Ohrenschmalzes (sog. "Ceruminalpropf"). Es können auch angeborene Deformitäten wie u.a. "abstehende Ohren" vorkommen, die operativ durch "Anlegen" wieder beseitigt werden können.


Die Funktion des Mittelohres liegt in der Schallübertragung zwischen dem äußeren und dem Innenohr. Das Mittelohr besteht aus dem Trommelfell, dem schleimhautbezogenen Mittelohrraum ("Paukenhöhle") sowie den drei Gehörknöchelchen Hammer, Amboß und Steigbügel, die die kleinsten Knochen des Menschen sind (Bild 2). Im Mittelohr finden sich zudem wichtige Strukturen wie der Geschmacks- und der Gesichtsnerv. Mikrochirugische Operationen in diesem Bereich bedingen daher besonderes Geschick und Erfahrung.


Im Mittelohr können sich zahlreiche Erkrankungen abspielen: eine mangelhafte Belüftung des Mittelohres, die z.B. im Rahmen einer banalen Erkältung zustande kommt, begünstigt einen Mittelohrerguss oder eine Mittelohrentzündung. Hierbei tritt eine Schwerhörigkeit auf, die durch mangelnde Schallübertragung zustande kommt. Bei einer Verschlimmerung dieses akuten Prozesses kann eine Entzündung im benachbarten Warzenfortsatzes, die sog. "Mastoiditis" entstehen. Häufig kommen im Mittelohrraum chronische Schleimhaut- oder Knocheneiterungen vor, die typischerweise mit Symptomen wie Ohrlaufen und Schwerhörigkeit einhergehen. Bei der Untersuchung findet sich häufig ein Loch im Trommelfell ( Bild 3).


Das Innenohr enthält die Sinneszellen des Gehörs. Sie befinden sich in der so genannten Schnecke. Die Zellen des Gleichgewichtsorgans liegen in den Bogengängen. Beide Organe zusammen bilden das sog. Labyrinth. Hier können durch übertragene Mittelohrinfektionen, Risse in den flüssigkeitsführenden Räumen (z.B. Morbus Meniere) oder z.B. durch Tumoren Schäden an den Sinnesorganen entstehen, die mit einer Schwerhörigkeit, Schwindel u./o. Ohrgeräuschen einhergehen können.

Akute Entzündungen des Ohrs und des Gleichwichtsorgans werden mit Antibiotika behandelt. Bei reinen Gleichwichtsstörungen sowie beim Hörsturz ist nicht selten eine Tropfbehandlung mit durchblutungsfördernden Infusionen notwendig.



Das DIAKO bietet seinen Patienten das gesamte Spektrum der modernen Ohrchirurgie an. Dazu gehören u.a.:

  • -Verschluss von Trommelfelldefekten, Rekonstruktion der Gehörknöchelchenkette
  • (Tympanoplastik mit oder ohne Protheseneinsatz, Radikalhöhlenanlage),
  • -Beseitigung von Fehlbildungen der Ohrmuschel durch plastischrekonstruktive Methoden


  • -Trommelfellschnitt mit Einsatz von Paukenröhrchen
  • -gehörverbessernde Operationen bei Otosklerose
  • -Operationen bei chronischen Knocheneiterungen im Ohr (Cholesteatom)
  • -Gehörgangserweiterungen bei angeborenen oder erworbenen Missbildungen
  • -Entfernung des Warzenfortsatzes bei chronischen Entzündungen
  • -Eingriffe am Gleichgewichtsorgan (Saccotomie)

Soweit im individuellen Einzelfall möglich, bieten wir unseren Patienten eine Reihe kleinerer und unkomplizierter Operationen ambulant an. Je nach Wunsch können diese Eingriffe auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.



Bei größeren und aufwändigeren Operationen ist ein stationärer Aufenthalt von meist 5-7 Tagen notwendig. Diese Eingriffe werden alle in Vollnarkose durchgeführt. Die nach einer OP auftretenden Schmerzen können sehr gut mit Schmerzmitteln behandelt werden. Duch die gewählte Schnittführung entstehen unschöne Narben extrem selten. Im Fall eines evtl. notwendigen Ersatzes von Gehörknöchelchen werden modernste Titanimplantate eingesetzt.
Ohroperationen bedingen eine spezielle Nachbehandlung, um ein optimales Ergebnis zu garantieren. Diese führen wir in enger Absprache mit dem weiterbehandelnden Facharzt durch.




 

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Aufbau des Ohrs mit seinen Sinnesorganen Aufbau des Ohrs mit seinen Sinnesorganen

 


 


 


 


 


 

 


 


 


 


Tatsächliche Größe der Gehörknöchelchen Tatsächliche Größe der Gehörknöchelchen

 


 


 


 


 


Loch im Trommelfell bei chronischer Ohrentzündung Loch im Trommelfell bei chronischer Ohrentzündung

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


Abstehende Ohren vor  der Operation Abstehende Ohren vor der Operation

 


 


 


Zustand nach der operation Zustand nach der operation